OK-Zentrum hat jährlich Zuwächse
Osttiroler Kinderbetreuungszentrum zog positive Bilanz. Neues Gesetz sorgte für Unruhe.
Das Osttiroler Kinderbetreuungszentrum (OKZ) setzte im Vorjahr seinen erfolgreichen Weg fort. 801 Kinder wurden 2010 in Osttirol betreut. Für Verwirrung und Verunsicherung sorgte in den vergangenen Monaten das neue Kinderbetreuungsgesetz des Landes.
"Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns", sagte Alfred Fast, der Obmann des OKZ. So wurde die Kindervilla im alten Rot-Kreuz-Gebäude eröffnet. "Bis Ende Dezember haben wir dort 26 Kinder betreut. Für Februar haben wir bereits einige Neuanmeldungen", berichtete Geschäftsführerin Mathilde Köffler, die mit dem Start der Kinderkrippe für Mitarbeiter des Krankenhauses und des Wohn- und Pflegeheimes zufrieden ist.
Das neue Kinderbetreuungsgesetz des Landes dominierte die vergangenen Wochen und Monate. Eine ganzjährige und ganztätige Betreuung für Kinder von zwei bis 16 Jahren soll in Tirol flächendeckend möglich werden. Diese Aufforderung ergeht an die Gemeinden. Als Einzige im Bezirk hat bisher Sillian Nägel mit Köpfen gemacht. "Wir werden gemeinsam mit dem Osttiroler Kinderbetreuungszentrum dieser Forderung nachkommen. Das OKZ ist bereits Vorort. Wir müssen nur die Räumlichkeiten erweitern, damit wir Platz für die sogenannten ,alterserweiterten Gruppen' haben", sagte Bürgermeister Erwin Schiffmann.
Auch für Tagesmütter sieht das Gesetz neue Richtlinien vor. Bisher wurden Tagesmütter allein vom Land subventioniert. "Ein Drittel hat das Land nun an die Gemeinden abgewälzt", erklärte Köffler, die nun bei Gemeinden Ansuchen stellen muss. Insgesamt wurden im Vorjahr 16 Tageskinder aus Lienz, Thurn, Leisach und Nußdorf-Debant betreut. "Wir müssen abwarten, wie sich die Gemeinden entscheiden und wie diese auf das neue Kinderbetreuungsgesetz reagieren", sagte Köffler, deren Ziel es ist, Eltern eine flexible Kinderbetreuung ohne "Beschneidungen" anbieten zu können.














