Kleinlerchers "Abfahrt"
Lienzer Bergbahnen müssen neuen Vorstand suchen. Andreas Kleinlercher fängt bei Stubaier Gletscherbahnen an. Gestern hat er Aufsichtsrat informiert.
Die Exklusivmeldung der Kleinen Zeitung über den bevorstehenden Abgang des Lienzer Bergbahnen Vorstandes Andreas Kleinlercher hat gestern wie eine Bombe eingeschlagen. Der Aufsichtsrat mit dem Vorsitzenden Peter Zinell wurde Freitag Vormittag von Kleinlercher über seinen Rücktritt informiert. "Ich will mich einfach beruflich verändern", sagte Kleinlercher.
Der Schritt sei nicht überraschend gesetzt worden, dieser hätte sich schon im Spätherbst abgezeichnet. Kleinlercher: "Ich werde ab 1. Mai 2011 bei den Stubaier Gletscherbahnen als Seilbahndirektor eine neue Arbeit aufnehmen. Ich sehe diese neue Herausforderung als große Chance für mich und freue mich auf diese berufliche Veränderung." Die Stubaier Gletscherbahnen zählen mit 110 Pistenkilometern, 25 Seilbahn- und Liftanlagen und einer Förderkapazität von 36.000 Personen pro Stunde zu einem der großen Seilbahnunternehmen in Tirol. "Natürlich fällt es mir schwer, die Lienzer Bergbahnen zu verlassen", sagte Kleinlercher.
Von St. Jakob nach Lienz
Seit Oktober 2007 stand der 50-Jährige dem Lienzer Unternehmen parallel zu den St. Jakober Bergbahnen als Vorstand vor, ab Mai 2010 managte er nur mehr die Lienzer Lifte. Kleinlercher: "Generell war es mir ein großes Anliegen, die Lienzer Bergbahnen mit den beiden Schigebieten Hochstein und Zettersfeld marketingtechnisch richtig zu positionieren." Der Schwerpunkt am Hochstein sei der Bau der Schlossbergbahn und des "Osttirodlers", der Ausbau der Beschneiungsanlage der Weltcuppiste und die Pistenkorrektur am Schlusshang gewesen. Mit bisher 18.000 Fahrten sei der "Osttirodler" auf einem guten wirtschaftlichen Kurs, daher sehe der scheidende Vorstand für die Zukunft der Lienzer Liftgesellschaft auch nicht "schwarz".















