Höhenstraße droht "abzustürzen"
Zwischen Kosten und Burg reißt Tauwetter tiefe Gräben in die Pustertaler Höhenstraße. Eine Generalsanierung würde Millionen verschlingen.
Die Pustertaler Höhenstraße ist von der Auffahrt in Leisach bis zur Abfahrt in Abfaltersbach 30 Kilometer lang. Seit Jahren nagt der Zahn der Zeit an dieser Panoramastraße. Immer wieder brechen Teilstücke ab und der Verkehr zwischen den Dörfern muss umgeleitet werden. Jetzt kommt zwischen Kosten und Burg in der Gemeinde Assling ein Hang ins Rutschen.
Harald Haider, Leiter des Baubezirksamtes in Lienz, weiß von der Problematik und hat Maßnahmen angeordnet. Auch Geologen waren schon vor Ort. "Jeden Morgen wird gemessen, ob der Hang in Bewegung ist. Das Tauwetter hat in der alten Straße und neuen Fahrbahn tiefe Risse und Gräben aufgetan", so Haider.
Keine akute Gefahr
Akute Gefahr bestehe (noch) nicht, aber sicherheitshalber wurde ein Wandersteig, der unterhalb im Wald vorbeiführt, gesperrt. Haider hat nur Sorge, sollte sich das Wetter drehen und Regen fallen, dass der Hang weiter in Bewegung gerät. Dabei hat das Bauamt schon im Vorjahr an dieser Stelle mit Sanierungsarbeiten begonnen, die 300.000 Euro kosteten. Ein Glück, denn sonst wäre ein Befahren nicht mehr möglich.
Im Bauamt ist eine Generalsanierung der gesamten Pustertaler Höhenstraße in Vorbereitung. Im April soll das Projekt auf dem Tisch liegen. Haider: "Dann wird man viel Geld in die Hand nehmen müssen." Vor 40 Jahren sei diese Bergstraße mit einfachsten Mitteln und Methoden gebaut worden. Haider: "Raupen haben Erdbewegungen im Hang durchgeführt und Wurzelstöcke wurden einfach darunter vergraben."
Features
DIE DETAILS
Verbindung. Die Pustertaler Höhenstraße liegt im Schnitt auf 1441 Meter Seehöhe und verbindet die Orte Leisach, Assling, Anras und Abfaltersbach.
Tour-Strecke. Schon zwei Mal wurde diese extreme Bergstraße vom Giro d'Italia-Tour-Tross unter die Räder genommen.














