Außervillgraten setzt auf die Fernwärme
Elf Objekte sind seit Herbst angeschlossen. Weiters ist ein gemeindeeigenes Kraftwerk geplant.
AUSSERVILLGRATEN. Einen guten Start legte die Dorfwärme Außervillgraten hin. Seit Herbst 2010 ist das Fernwärmenetz in der Gemeinde Außervillgraten in Betrieb. Über dieses Projekt informierte Bürgermeister Josef Mair unter anderem bei der jüngsten Gemeindeversammlung.
Bis dato sind elf Objekte an die Dorfwärme Außervillgraten angeschlossen. Mit der Tischlerei Franz Walder und der Regionalenergie Osttirol konnten zwei starke Partner gefunden werden. Ein eigenes Heizwerk wurde dafür nicht errichtet: "In der Tischlerei Walder wurde eine neue Heizanlage installiert", erklärt der Bürgermeister. Bis 2012 soll auch das Haus Valgrata an die Dorfheizung angeschlossen werden. "Auch das Wohnprojekt ,Alte Schule', wo insgesamt fünf neue Wohnungen gemeinsam mit der Osttiroler Siedlungsgenossenschaft (OSG) geplant sind, könnte bei einer Umsetzung angeschlossen werden. Die Leitung zum Gebäude ist bereits vorhanden", erklärte Mair. Bis jetzt wurden 500 Megawattstunden verbraucht. "Durch die Dorfwärme konnten 50.000 Liter Heizöl eingespart werden", so Mair, der im heimischen Brennstoff eine wirtschaftliche Chance für bäuerliche Betriebe sieht und den Umweltgedanken betont. In der Folge strebt Außervillgraten ein gemeindeeigenes Kraftwerk an, um energieautark zu werden. "Eine eigens errichtete Messstelle ermittelt derzeit in der Niedrigwasserphase Daten. Bis Mitte des Jahres soll die Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Aufbauend darauf wird eine Grundsatzentscheidung fallen", so Mair. KRISTINA PRANTER-KREUZER














