Lienzer Fasching lebt auf
Neues Prinzenpaar übernimmt in der Bezirksstadt die Regentschaft: "Sonja I." und "Emanuel I." wollen Lienzer wieder zum Lachen bringen.
In Lienz die Menschen im Fasching zum Lachen zu bringen, ist nicht leicht. Leo Pitscheider, Franz Bodner und Friedl Brunner versuchen in Eigenregie, wieder Leben in die närrische Zeit zu bringen. Im Vorjahr gab es den ersten Versuch, heuer soll der zweite Streich folgen. So ging die erste Regentschaft für das Prinzenpaar Katrin "Katrin I." Bachlechner und Friedl "Friedl I." Brunner am Dienstag zu Ende.
Im Lienzer "Café Sunset" wurde von einer wohl fachkundigen Jury die richtige Dame für den neuen Faschingsprinzen Emanuel "Emanuel I." Fröhlich gesucht und im harten Wettstreit zu später Stunde auch gefunden. Elf hübsche, redegewandte, für jeden Schabernack aufgelegte weibliche Anwärterinnen ließen sich auf Herz und Nieren prüfen.
Damit diese nicht vorzeitig die Flucht ergreifen konnten, wurden die Kandidatinnen von Carabiniere aus Treviso - Lienzer Polizisten waren nicht aufzutreiben - mit Handschellen ans Jurorenpult gefesselt. Die Jury hatte es sich nicht leicht gemacht und erlag schließlich dem Charme der 36-jährigen Cafeterien Sonja Tagger aus Ainet. "Wau, is des a Gaudi in Lienz zu regieren", sagte "Sonja I". Ihr Regent, "Emanuel I." holte sie gleich wieder auf den glitschigen Boden des Lienzer Narrenpflasters zurück: "Erst müss ma abwarten und schau'n, von wenn ma den Schlüssel zur Liebburg erhalten." Bürgermeister Johannes Hibler verfolgte als Zaungast das närrische Treiben und versprach treu dem Lienzer Schlachtruf: "Woll, woll"!














