Remler eröffnete "SoLaLi"
Die neue Familienstaatssekretärin Verena Remler gab höchstpersönlich den Startschuss für den Lienzer Sozialmarkt in der Schweizergasse.
Gespannt warteten die Osttiroler auf den ersten offiziellen Auftritt der neuen Familien-Staatssekretärin Verena Remler in ihrer Heimatstadt. Was eignete sich dazu besser, als den Sozialladen "SoLaLi" in der Schweizergasse Donnerstagabend zu eröffnen. Trotz Terminstress ließ sich Remler, die dem Verein "Lienzer Sozialmarkt" noch als Obfrau vorsteht, diese Gelegenheit nicht nehmen.
"Die soziale Einrichtung soll ein Ort der Begegnung werden und den Menschen eine Hilfestellung in schwierigen Lebenslagen sein", sagte Staatssekretärin Remler. Sie sei als Mitglied der Bundesregierung stolz darauf, dass es in Lienz einen solchen Sozialladen als Zeichen der Mitmenschlichkeit und des Zusammenhalts gebe.
Für Caritas ein Skandal
Ihr Vorredner, Tirols Caritas-Direktor Georg Schärmer, sprach offen von einem Skandal, dass 25 Prozent der produzierten Lebensmittel die Menschen im Lande nie erreichen und vorher im Müll landen würden. Daher habe er sich nach einer fast zweijährigen Überlegungsphase bereit erklärt, den zehn Tiroler Sozialläden als Vereinsobmann vorzustehen. "Hier werden keine Almosen verteilt, sondern Gerechtigkeit." Bürgermeister Johannes Hibler sagte vor der Segnung der Räumlichkeiten durch Dekan Bernhard Kranebitter, Pater Raimund Kreidl und dem evangelischen Pfarrer Hans Hecht, dass sich bereits 60 Kunden Berechtigungsscheine zum Einkaufen sicherten. "Es sind auch Personen aus Nußdorf-Debant, Leisach oder St. Jakob darunter, daher soll der Sozialladen für den gesamten Bezirk offen sein", sagte Hibler.













