Großbrand zerstörte zwei Bergbauernhöfe
Ein überhitzter Ofen löste im Weiler Presslab bei Matrei in Osttirol ein Feuer aus. Zwei Bauernhäuser wurden eingeäschert. Vier Personen mussten bei eisiger Kälte evakuiert und ins Tal gebracht werden.

Foto © Brunner ImagesIn 1595 Meter Seehöhe zerstörte das Feuer zwei Bauernhöfe
Während in der Marktgemeinde Matrei Samstagabend die Krampusse ihr Unwesen trieben, kämpfte im 1595 Meter hoch gelegen Weiler Presslab ein betagtes Bergbauern-Ehepaar um sein Leben. Ein deutsches Urlauberpaar aus Baden-Württemberg hatte vor der Abfahrt ins Tal den Ofen im alten, gepachteten Bauernhaus eingeheizt. Als das Duo gegen 21.30 Uhr über das unwegsame Gelände, eine ordentliche Zufahrtsstraße gibt es dort nicht, auf dem Rückweg war, sah es schon von Weitem hohe Flammen in den Himmel schlagen.
In Materialseilbahn gestiegen
Inzwischen hatte eine Nachbarin der Bergbauern Genoveva und Armand Egger Alarm geschlagen. Da ein Vordringen der Feuerwehrleute vorerst nicht möglich war, stiegen die Polizisten Franz Riepler und Hermann Tagger beherzt in die Materialseilbahn, die zum Hof führt, und fuhren zum Brandort. Als die Polizisten ausstiegen, fiel der Strom aus. "Wäre die Energieversorgung durch den Brand Minuten früher unterbrochen worden, die Polizisten wären bei der eisigen Kälte über dem Bretterwandbach in höchster Lebensgefahr gewesen", sagte Bürgermeister Andreas Köll aus Matrei. Die Helfer mussten feststellen, dass das alte Wohnhaus lichterloh brannte und das Feuer schon auf den Balkon des neuen Hauses übergriffen hatte. Riepler und Tagger starteten sofort erste Löschversuche, die aufgrund der raschen Ausbreitung der Flammen und der enormen Hitzeentwicklung scheiterten. Vom Tal aus organisierte der Kommandant der FF Matrei, Michael Köll, eine Rettungskette mit dem ÖAMTC-Hubschrauber "C 7" und der "Libelle" aus Klagenfurt. "C 7"-Pilot Max Seidl flog Feuerwehrleute zum Brandort.
Spendenkonto eingerichtet
"Es war schwierig zum Brand vorzudringen. Zum Teil mussten wir mit dem Pistengerät über einen verschneiten Forstweg fahren", so Köll. Auch das völlig geschockte Ehepaar und die Urlauber mussten auf diesem Wege in Beherbergungsbetriebe in der Marktgemeinde gebracht werden. Die über 80-jährigen Bergbauern haben all ihr Hab und Gut verloren. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Bürgermeister Köll versprach, rasch ein Spendenkonto einzurichten.
Features
Spendenkonten
Um den betroffenen Familien zu helfen wurden Spendenkonten eingerichtet.
Raiffeisenbank Matrei – Konto Nr. 341.008, BLZ 36378
Lienzer Sparkasse, Filiale Matrei – Konto Nr. 01000-074235, BLZ 20507















