Kinder wüteten in Kirche
Fünf Jugendliche, davon zwei Minderjährige, warfen in Lienzer Klosterkirche Kerzenständer um, traten auf Bilder und rissen Tafeln von Wänden.
Pater Raimund Kreidl spricht von einer "sehr sensiblen Geschichte, die Lausbuben in seinem Gotteshaus angerichtet hatten". Der Schaden sei gering, die Kinder würden aus armen Familien in der Bezirksstadt kommen. Mehr wollte der leitende Seelsorger des Franziskanerordens nicht sagen. Bei der Lienzer Polizei ist der Vorfall aktenkundig, wirklich darüber Auskunft geben wollte Dietmar Meirer, zweiter stellvertretender Polizeikommandant von Lienz, nicht.
Was am Freitag, den 19. November um 20.35 Uhr im Vorraum des Lienzer Gotteshauses passierte, schockierte aber nicht nur die Gläubigen. Fünf Jugendliche, darunter ein 13-jähriges Mädchen und ein gleichaltriger Knabe, ließen an diesem Abend ihren Aggressionen freien Lauf.
Spur der Verwüstung
Zuerst fuhren sie laut tobend mit zwei Rädern in den Vorraum der Kirche ein und warfen diese dort herum. Anschließend wurden zwei Heiligenbilder von der Wand gerissen, darauf herumgetrampelt, bis die Rahmen in Scherben waren. Auch mehrere Kerzenständer gingen zu Boden, Flyer und Prospekte wurden verstreut. Pater Raimund verständigte die Polizei, die die Täter sofort ausforschen konnte. Von einer Anzeige wollen die Franziskaner Patres absehen.
Es war aber nicht der erste Vorfall in der Lienzer Klosterkirche. Vor Monaten pöbelten mehrere Jugendliche zahlreiche Kirchgänger an und störten die Messfeier.














