Brandanschläge auf Jagdhütten
Unbekannter zündete Unterstände in der Schobergruppe an. Die Polizei sucht nach Zeugen.
Viele Mühen hatte Josef Scheiber auf sich genommen, als er im Frühjahr 2009 zwei Jagdunterstände auf über 2300 Metern Seehöhe in der Schober- gruppe errichtete. Damit er als Revierpächter Bauholz dorthin transportieren konnte, stellte er sogar hoch über dem Debanttal eine Seilbahn auf. Jetzt hat ein Unbekannter diese zwei Jagdhütten in Schutt und Asche gelegt.
Auch der Täter musste Strapazen auf sich nehmen. Immerhin beträgt der Fußmarsch bis zur so genannten "Plautzwipfel-Hütte" eineinhalb Stunden, nicht viel weniger zur ebenfalls angezündeten "Fuchsbichl-Hütte". Für Scheiber sind diese Taten ein "Brandanschlag auf ihn, als Revierpächter und Aufsichtsjäger". Gelegentlich hat der Jäger auch in den Hütten übernachtet.
Viele Neider
Am 1. April 2009 erhielt der Tristacher Waidmann als Bestbieter von den Jagdeigentümern, der "Agrargemeinschaft Iselsberg II", den Zuschlag für das zehnjährige Pachtverhältnis. 600 Hektar umfasst das Revier und ist bestückt mit Rot- und Gamswild, Birkhähnen, Füchsen und Hasen. "Diese Jagdvergabe hat für viel böses Blut und Neid in der örtlichen Jägerschaft gesorgt", so Scheiber. Auch so mancher Hirte sei mit ihm als Aufsichtsjäger nicht glücklich gewesen. Scheiber: "Mir geht es nicht nur darum, Wild planlos abzuschießen, sondern dieses auch zu hegen und zu pflegen." Polizist Johann Wallensteiner von der Inspektion Dölsach ermittelt in diesen mysteriösen Brandfällen. "Beide Feuerscheine müssen am gegenüberliegenden Hang auf der Faschingalm gesehen worden sein", sagte Wallensteiner.
Angezündet wurden die Stände unabhängig voneinander in der Zeit zwischen 23. Oktober und 12. November. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden. Telefon: (059 133)-72 31.














