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Zuletzt aktualisiert: 19.11.2010 um 20:16 UhrKommentare

Harte Fronten in der Causa "Böseck"

Bürgerliste im Nikolsdorfer Gemeinderat stellte fest, dass Beschluss für Schotterabbau nicht korrekt vollzogen wurde. Erst ein Ultimatum wirkte.

Der geplante Schotterabbau am "Böseck" ist und bleibt ein Dauerbrenner in Nikolsdorf. Gotthard Brandstätter, der im "Böseck" eine Bedrohung für Nikolsdorf sah, kostete das von ihm befürwortete Vorhaben das Bürgermeisteramt. Davon ließ sich die Opposition, die vehement gegen die Schottergewinnung auftritt, nicht beeindrucken. Auch nach dem Abgang Brandstätters läuft in Nikolsdorf nicht alles am Schnürchen.

Als die Opposition vor mehr als drei Monaten eine Sondersitzung zum "Böseck" erzwang, führte sie einen mehrheitlichen Gemeinderatsbeschluss herbei. Demzufolge sollten die Landesgeologen von Kärnten und Tirol Gutachten über das von Brandstätter behauptete Bedrohungsausmaß erstellen. Jetzt stellte die Bürgerliste mit Listenführer Gerald Standteiner fest - der Beschluss wurde all die Monate ignoriert. Nicht die Landesgeologen wurden eingeschaltet, sondern lediglich die Bezirkshauptmannschaften von Spittal und Lienz. Die Ignoranz hatte Folgen.

Beschwerde angedroht

Gegen Gemeindeamtsleiter Bernhard Wurzer und den derzeit geschäftsführenden Bürgermeister Georg Rainer wurde seitens der Bürgerliste mit einem Ultimatum scharfgemacht. "Bei Androhung einer Aufsichtsbeschwerde hatten die beiden zwei Tage Zeit, den Beschluss zu vollziehen", sagt Erich Haider von der Bürgerliste. Das zeigte Wirkung. Inzwischen sind die Landesgeologen eingeschaltet.

Gemeindeamtsleiter Wurzer rechtfertigt sich: "Es war für mich nicht sinnvoll, die Landesgeologen anzuschreiben. Die Bezirkshauptmannschaften sind in erster Linie zuständig, und dort liegen bereits Gutachten auf. So war für mich logisch, dass man holt, was schon da ist". Georg Rainer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

MICHAELA RUGGENTHALER

DER ABBAU

Schotterabbau. Beschäftigt Nikolsdorf seit April und war ein Grund für den Rücktritt des Bürgermeisters Gotthard Brandstätter, der Mandatar blieb.

Beschluss. Wurde in einer Sondersitzung des Gemeinderates am 12. August gefasst.

Antragsteller. Bürgerliste mit Listenführer Gerald Standteiner

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