Mehrheit für den Ausbau
Knapper Ausgang im Lienzer Gemeinderat zur Aktienzeichnung bei den Bergbahnen. Neue Schlossbergbahn verteuert sich um 1,3 Millionen Euro.

Foto © HatzBergbahnen-Vorstand Andreas Kleinlercher erklärte, warum Liftanlage um 1,3 Millionen Euro teurer als geplant wurde
Mit der Bitte um Kapitalaufstockung leitete Dienstagabend Andreas Kleinlercher, Vorstand der Lienzer Bergbahnen AG, sein Statement im Lienzer Gemeinderat ein. Den Grund für die Aktienzeichnung (500.000 Euro) des Mehrheitseigentümers, der Stadt Lienz, hatte Kleinlercher rasch erklärt. Geplant waren 6,2 Millionen Euro, die die neue Schlossbergbahn kosten sollte. "Tatsächlich werden es 7,5 Millionen sein", so Kleinlercher. Dazu kommen noch 2,5 Millionen Euro für den Bau des "Osttirodlers".
Die Gründe, die zur Verteuerung um 1,3 Millionen führten, waren laut Kleinlercher nicht vorhersehbar. Zum einen waren es behördliche Auflagen, die erst im Zuge des Bauvorhabens kamen, zum anderen Forderungen von Grundbesitzern, in den aufgerissenen Gräben am Hochstein alle Vorkehrungen zu treffen, die für eine moderne Beschneiung (700.000 Euro) keine späteren Erdbewegungen mehr notwendig machen würden.
Auch die Tieferlegung der Talstation hätte ein "stattliches Sümmchen" (200.000 Euro) verschlungen. Kleinlercher: "Daher nehme ich das Wort Baukostenüberschreitung nicht gerne in den Mund." Sehr wohl die Mandatare der SPÖ und LSL. "Vize" Elisabeth Blanik (SPÖ) wetterte: "Ich weiß nicht, wie sich das alles rechnen soll". Symbolisch überreichte Gemeinderat Uwe Ladstädter (LSL) an Kleinlercher ein hölzernes "Bergbahnen-Fass ohne Boden". Ein Akt, der Gemeinderat Stefan Tagger (ÖVP) erzürnte: "Alles ins Lächerliche zu ziehen, ist mir unangenehm." Die elfköpfige ÖVP-Mehrheit segnete das "Hochstein-Ausbaupaket" gegen die zehn Mandatare von SPÖ, LSL und FPÖ ab.













