Blanik dirigiert jetzt die Osttiroler SPÖ
Mit 93,10 Prozent der Delegiertenstimmen wurde Abgeordnete Elisabeth Blanik zur Nachfolgerin von Bezirksparteichef Vergeiner gewählt. Er trat nach elf Jahren ab.
Bunt gemischt präsentierte sich die Osttiroler SPÖ bei der Bezirkskonferenz im Volkshaus. Zwischen treuen Mitgliedern wie Mathilde Engelbogen (91) aus Lienz, die ohne Unterbrechung seit 1945 SPÖ-Mitglied ist, waren junge Damen wie die Lienzer Gemeinderätin Christine Gruber (25) oder Sabrina Schulz (23) aus Dölsach zu sehen. Von den 36 Delegierten kamen Mittwochabend 29, um den Nachfolger von Bezirksparteiobmann Ernst Vergeiner zu küren.
Der Asslinger stellte sich, wie berichtet, nach elf Jahren an der Spitze einer Wiederwahl nicht mehr. So musste die Frontfrau der heimischen Sozialdemokraten, Elisabeth Blanik, ran. Die Delegierten schenkten der Landtagsabgeordneten und Vizebürgermeisterin aus Lienz auch großes Vertrauen und kürten sich mit 93,10 Prozent (27 gültige, zwei ungültige Stimmen) zur ersten Obfrau der SPÖ in Osttirol. "Bei uns gibt es keine One-Man- oder One-Woman- Show, wird sind ein Team, das sich Mehrheiten in den Gremien zu beugen hat", sagte Blanik. Sie hätte sich nicht um die Parteifunktion gerissen, es sei aber nicht mehr leicht, Frauen oder Männer zu finden, die sich wöchentlich einmal die Strecke Lienz-Innsbruck-Lienz antun würden.
Im Rückblick
Bevor er als Bezirksparteiobmann Geschichte war, ließ Ernst Vergeiner seine letzte Periode von 2007 ausgehend Revue passieren. "Es hat sechs Wahlen gegeben, da zähle ich die Bürgermeister-Stichwahl in Lienz noch gar nicht dazu", meinte Vergeiner. Diese zu organisieren und reibungslos über die Bühne zu bringen, sei kein leichtes Unterfangen gewesen. Vergeiner: "Ich schmeiß nicht alles hin, denn der Ernst glaubt, seine Zeit ist vorbei und der Ernst übergibt ordentlich." Darauf wollte er Wert legen und keinen Blick mehr auf den Zustand werfen, den die Osttiroler SPÖ 1999 bei seiner Übernahme bot. "Die SPÖ wird heute nicht zu Grabe getragen, es ist wieder ein Neubeginn, Freundschaft", sagte er und ging.
Features
AUSGEZEICHNETE MITGLIEDER
60 Jahre: Engelbert Stanglechner (Assling), Gregor Libiseller (Greifenburg), Walter Panzierer (Matrei), Hugo Umann (Heinfels).
50 Jahre. Josef Ritscher (Nikolsdorf) und Otto Hofer (Dölsach).
40 Jahre. Ernst und Helga Buchsbaum (Nußdorf-Debant), Manfred Rathausky (Nußdorf-Debant), Reinhold Waltl (Nußdorf-Debant), Maria Baumgartner (Nußdorf-Debant), Virgil Ladstätter (St. Jakob in Defereggen). Josef Schneider (Sillian), Kunibert Kollnig, Christl Moser (beide Dölsach).
25 Jahre. Leonhard Glänzer (Dölsach), Walter Schwarz (Assling), Martina Assmair (Virgen), Hubert Schönegger (Greifenburg), Gerd Unterluggauer (Gamberg), Johann Pichlkostner (Tristach), Udo Quendler (Gaimberg).















