Brand: Nachbar rettete zwei Leben
Am Heimweg entdeckte Peter Steinringer Feuer an einem Wohnhaus in Osttiroler Dorf. Sofort schlug er Alarm, so konnten Tochter und Mutter rechtzeitig fliehen.

Foto © Philipp BrunnerIn diesem Haus brach am Freitagabend Feuer aus
Das war knapp und mit viel Glück verbunden!", sagt Thomas Steidl, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in dem Osttiroler Bergdorf Tessenberg, Gemeinde Heinfels. Wäre der Hafnermeister Peter Steinringer Freitag gegen 21.30 Uhr nicht auf dem Heimweg von seiner Arbeit gewesen, so hätte es im Nachbarhaus zu einer Katastrophe kommen können.
"Ich habe vom Auto aus gesehen, wie an der Außenfassade des Holzhauses meiner Nachbarn Flammen hochschlugen", schildert der 38-Jährige die dramatischen Minuten. Er hielt an, rannte die Böschung hinauf und versuchte, durch Läuten an der Türklingel, die Nachbarn zu wecken. Steinringer: "Ein weißes Auto stand in der Einfahrt, daher habe ich gewusst: Die Frau musste mit ihrer Tochter im Gebäude sein."
An Tür getrommelt
Als es auf das Klingeln keinerlei Reaktionen gab, trommelte der Mann wie wild an die Haustüre. Inzwischen war schon ein weiterer Nachbar, Michael Pitterl, mit einem Feuerlöscher zur Stelle. Während dieser versuchte, die Flammen zu bekämpfen, schlug Steinringer ein Fenster im ersten Stock ein. "Da schaute schon die kleine Sandra aus dem Schlafzimmerfenster heraus", berichtet Steinringer. Sofort zog er die neunjährige Schülerin aus dem brennenden Haus, ihre Mutter Martha Kraler (52), die im Haus noch die Feuerwehr per Telefon alarmieren konnte, folgte nach. Die beiden hatten tief und fest geschlafen und von der drohenden Gefahr nichts bemerkt. "Ich bin erst durch das laute Klopfen wach geworden", sagt Sandra.
Dickes Lob erntet der Lebensretter vom örtlichen Feuerwehrchef. "Er hat richtig und rasch reagiert! Hätte es nur eine halbe Stunde länger gebrannt, dann würde heute alles ganz anders aussehen", betont Steidl. Er war mit 35 Mann der FF Tessenberg rasch bei dem brennenden Haus. Auch die FF Panzendorf kam mit 20 Mann zu Hilfe, ebenso fuhr die FF Sillian vom Tal aus zu dem Brandort auf den Berg hinauf. "Nach 45 Minuten war das Feuer unter Kontrolle gebracht", schildert Steidl den Löscheinsatz.
Erste Erhebungen der Polizei Sillian ergaben, dass der Brand auf Flämmarbeiten, die tagsüber im Bereich der betonierten Terrasse durchgeführt wurden, zurückzuführen sein dürfte.
Großbrand verhindert
Auch in Treffen schlug ein aufmerksamer Nachbar rechtzeitig Brandalarm: Der Mann sah am Freitag gegen 23.15 Uhr Rauch aus einer derzeit unbenützten Wohnung aufsteigen und verständigte die Feuerwehr. Die FF Treffen, Winklern-Einöde, Sattendorf, Möltschach und Villach verhinderten mit ihrem Löscheinsatz einen Großbrand im dicht verbauten Ortskern.









