Kampf gegen Einbrecher
Exekutive will gemeinsam mit Bevölkerung steigender Kriminaldelikte Herr werden. Auch Kontaktbeamte nehmen Dienst auf.

Foto © KasupovicAuch das Knacken eines Fensters wurde live vorgeführt
Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden ist für viele Menschen ein großer Schock. "Dabei machen den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch psychische Folgen häufig mehr zu schaffen als der materielle Schaden", sagt Roland Schweighofer vom Landeskriminalamt Tirol. Die steigende Kriminalitätsrate hat die Polizei gemeinsam mit der Marktgemeinde Nußdorf-Debant zum Anlass genommen, eine Offensive zur Diebstahls- und Einbruchsprävention zu starten.
Tipps gegen Einbrecher
Ein einfacher Tipp wäre laut Schweighofer, einen Zeitschalter zu installieren, damit abends das Licht oder ein Radio automatisch angeht. Denn wenn die Tage wieder kürzer werden, nimmt auch das Sicherheitsgefühl der Bürger wegen der früh einsetzenden Dunkelheit ab. "Auch tagsüber werden viele Wohnungseinbrüche begangen", warnt Schweighofer. "In den Monaten Jänner bis September 2010 wurden in Osttirol 1466 Straftaten registriert, das sind um 121 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres", sagt Bezirkspolizeikommandant Silvester Wolsegger. Dabei handelt es sich großteils um einfache Diebstähle. "Auch Einbruchsdiebstähle in bewohnten Einfamilienhäusern sind von vier im letzten Jahr auf zwölf im heurigen Jahr angestiegen", so Wolsegger.
Aus diesem Grund soll es demnächst auch Kontaktbeamte geben, die ein besseres Verhältnis zur Bevölkerung aufbauen, sich all der vielen kleinen Probleme des Bezirks annehmen und somit für mehr Sicherheit sorgen werden.













