Kals landet in der Zukunft
Bürgerbeteiligung an nachhaltiger Entwicklung im Großglocknerdorf trägt erste Früchte. Jugend ist mit eigenem Gemeinderat am Werk.

Foto © RuggenthalerBürgermeister Klaus Unterweger hält die Fahne der Agenda 21 für das Glocknerdorf hoch
Kals ist seit April 2010 "Agenda 21"-Gemeinde. Nach Abschluss der touristischen Begleitplanung für das Glocknerdorf ging es nahtlos in den Bürgerbeteiligungsprozess für nachhaltige Entwicklung auf sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Ebene über. Nach sechs Monaten konnten die Kalser bereits mit ersten konkreten Agenda-21-Projekten auftrumpfen.
Acht "Denkwerkstätten" sind eingerichtet, was diese verlassen hat, wurde im Gemeindesaal präsentiert. Philipp Jans freute sich: "Mit Adventbeginn werden im Handwerksladen auch regionale Lebensmittel angeboten". Die Gruppe "Verkehr" legte Pläne für Parkplatzgestaltung in Großdorf vor. In die Erhaltung des Peterskirchls sind schon Historiker und Denkmalschützer eingebunden. Aus der Gruppe "Jugend, Soziales, Gesundheit" kam das Projekt Schülerbus für Ober- und Unterpeischlach. Dieser Bus verkehrt bereits. Und für einen neuen Spielplatz bei der Volksschule läuft die Sponsorensuche. Im Entwicklungsprozess ist die Jugend mit dem eigens gewählten Jugendgemeinderat involviert.
Lob für Ideen
Unter Prozessbegleitung von Peter Haimayer sind die Kalser mit ersten Schritten in der Zukunft gelandet, weil Ideen so bald wie möglich umgesetzt werden. Lob dafür gab es von Herbert Innerbichler, dem Bürgermeister von Sand in Taufers, der aufzeigte, wie sich seine "Agenda 21"-Gemeinde entwickelt. Dabei hielt nicht nur der Kalser Bürgermeister Klaus Unterweger den Atem an. Vizebürgermeister Martin Gratz war überzeugt: "Was wir hier machen, ist der Anfang einer großen Bewegung".















