"Es ist wie eine Märchenlandschaft"
Russische Kinder, Opfer der Brandkatastrophe in Moskau, erholen sich in der Deferegger Bergwelt.
Nach einem dreistündigen Flug von Moskau nach Wien und nach einer mehrstündigen Busfahrt sind Dienstag kurz nach Mitternacht zwölf Mädchen und acht Burschen mit ihren vier Begleiterinnen zur Erholung in St. Jakob angekommen. "Als die Kinder in der Früh aus dem Fenstern schauten, haben sie geglaubt in einer Märchenlandschaft gelandet zu sein", sagte Tatiana Tschiskova, Vorsitzende der Abteilung des Bildungsministeriums in Moskau.
Manche der Kinder seien das erste Mal in ihrem Leben geflogen, andere wiederum haben außer ihrem Waisenhaus in der russischen 14 Millionen Metropole kein anderes Gebäude gesehen. In dieser frischen Luft und herrlichen Deferegger Bergwelt würden sich die Mädchen und Buben im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren rasch von den Rauchschwaden der Waldbrände erholen. In den russischen Waisenhäusern würden jeweils bis zu 160 Kinder untergebracht sein. Eingefädelt hat diesen Gratisaufenthalt, der von privaten Spendern gesponsert wird, FPÖ-Bundesparteichef H. C. Strache. Bürgermeister Gerald Hauser versprach den russischen Kindern während ihres 14-tägigen Aufenthaltes in Osttirol jeden Wunsch von den Augen abzulesen. "Egal ob Schule, Bergbahnen, Nationalpark oder Wildpark Assling mit der Rodelbahn, sie werden alles zu sehen bekommen, was es in unserer Region zu sehen gibt", so Hauser. Darüber hinaus sei noch ein Ausflug in die Kristallwelten nach Wattens und zur Bergisel-Sprungschanze in Innsbruck geplant. Hauser: "Der Gemeinde St. Jakob und dem Tourismusverband kostet dieser Aufenthalt keinen Cent." Man stelle lediglich die "Champagner-Luft" des Tales gratis zur Verfügung.















