Politik brachte Ruhe in das Notärzte-Lager
Verbessertes Versorgungssystem in Aussicht.
MATREI. Das Notarztsystem im hinteren Iseltal drohte löchrig zu werden. Nicht vier, aber zwei von sechs Notfallmedizinern der Region wollten abspringen (wir berichteten). Der Hubener Arzt Gebhard Oblasser, auch Sprengelarzt, sah sich nicht mehr in der Lage, ständig Fortbildungen zu besuchen. Der in Matrei niedergelassenen Arzt Dieter Bogusch hatte Probleme mit dem praktizierten Dienstrad. Um eine Eskalation im Notarztsprengel zu vermeiden, schaltete sich Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg ein.
Vergangenen Freitag trafen sich Tilg und Landtagsabgeordneter Andreas Köll in Matrei zu einer Aussprache mit den Medizinern, die auch über die zukünftige Patientenversorgung informiert wurden. "Es wird ein ärztlicher Nachtbereitschaftsdienst aufgebaut. Das entlastet die Notärzte", sagte Tilg vor seinem Termin in Matrei bei einem Pressegespräch. Derzeit hätten Patienten in der Nacht keinen Zugang zu niedergelassenen Ärzten. Künftig werde es aber nächtlichen Bereitschaftsdienst über die Hausärzte geben. "Es gibt auch das Angebot von Roy Knaus, bei Bedarf Notärzte aus seinem Pool zur Verfügung zu stellen", sagt Köll. Entlastungen sind auch für Sprengelärzte in Sicht. Nach dem Gespräch mit Tilg war Oblasser bereit, seinen Notarzt-Einsatz um ein halbes Jahr zu verlängern. Bogusch bleibt, wenn das Dienstrad geändert wird. MICHAELA RUGGENTHALER














