Kein Verkauf der Molkerei
Tirol Milch hält - trotz angeblich unvermeidlicher Restrukturierung - am Standort Lienz fest. Berglandmilch sieht Chance für Nischenprodukte.

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Die Molkerei in Lienz und deren Zukunft ist nun Diskussionsgegenstand in Tirol, Kärnten und Oberösterreich. In der Vorwoche wurde bekannt, dass es für den Osttiroler Standort der Tirol Milch im Jahr 2011 keine Garantie mehr gäbe - mit oder ohne Fusion mit der Berglandmilch (wir berichteten).
In Lienz zittern 26 Mitarbeiter um ihre Jobs. Gestern informierte der "Tirol Milch"-Obmann Stefan Lindner: "Derzeit nehmen wir die Optionen für den Standort Lienz ganz genau unter die Lupe, da sich dieser in den vergangenen Monaten nicht zufriedenstellend entwickelt hat." Eine Variante sei eine stärkere Kooperation mit der Kärntnermilch, für die bereits in Lohnarbeit Graukäse, Weichkäse und die Kärntner Spezialität Glundner hergestellt würden. Lindner: "Wir führen Gespräche über den Ausbau dieser Zusammenarbeit." Ein Verkauf der Lienzer Molkerei kommt für den Obmann nicht infrage. "Unser großes Ziel ist es, dass die Osttiroler Bauern auch in Zukunft an die Tirol Milch liefern", sagt er. Lindner will sich morgen in Lienz selbst ein Bild über die aktuelle Situation machen.
Auch von der Berglandmilch kommen positive Signale für Lienz. "Wird die Tirol Milch in die Berglandmilch eingebracht sind für mich weder Schließung noch Verkauf des Standortes Lienz ein Thema", sagt Berglandmilch-Chef Josef Braunshofer zur Kleinen Zeitung. Osttiroler Milch sei ein besonderer Rohstoff, geeignet für Nischenspezialitäten im Weichkäsebereich.














