Einbrecherjagd mit Hubschrauber
Großeinsatz der Polizei im Lienzer Talboden: Russische Einbrecher wurden verfolgt, ein Mann aufgespürt und verhaftet. Einer ist noch flüchtig.
Mit einem Großaufgebot von Beamten und der Unterstützung des Polizeihubschraubers aus Klagenfurt machte die Osttiroler Polizei in der Nacht zum Mittwoch Jagd auf zwei russische Einbrecher.
Das Duo hatte vor Mitternacht versucht in diverse Betriebe an der B 100 einzusteigen. Dabei wurden sie ertappt. Die Diebe flüchteten daraufhin durch die Maisfelder zum Debantbach. Die Polizei nahm sofort die Verfolgung auf. Über eine Stunde kreiste um Mitternacht der Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera über Äcker und Wiesen in Nußdorf-Debant und Dölsach. Mit dem Suchscheinwerfer wurde jeder Winkel abgeleuchtet. Viele Hausbesitzer verfolgten als Kiebitze von ihren Balkonen aus die nächtliche Einbrecherjagd.
Erste Verhaftung
Kurz nach vier Uhr früh die erste Erfolgsmeldung. "Um 4.08 Uhr konnten wir einen 32-jährigen Russen aus einer Wiere nahe des Debantbaches fischen", sagte Silvester Wolsegger, Polizeichef von Osttirol. Dem zweiten Täter gelang aber die Flucht. Nach diesem wurde mit 20 Beamten, drei Spürhunden am Boden und der "Libelle" aus Kärnten in der Luft fieberhaft den ganzen Mittwoch über gesucht. Major Wolsegger: "Was wir den Russen zweifelsfrei nachweisen können, sind Einbrüche in eine Installationsfirma und einem Café in Debant, wo Laptop, Kamera und Bares gestohlen wurden."
Rascher Erfolg
Den raschen Erfolg einen der Einbrecher dingfest zu machen, führt der Polizeikommandant darauf zurück, dass nach der Zunahme von Einstiegen in Firmen und Privathäusern die heimische Polizei mit großer Präsenz auf der Lauer lag. "So waren in den ersten Nächten in dieser Woche bis zu fünf Patrouillen unterwegs", sagte Silvester Wolsegger.














