Bauern sitzen auf dem Trockenen
Hitzeperiode verdorrt Felder und verhindert Wachstum. Josef Blasisker, FPÖ-Kammerrat, pocht auf frühzeitiges Reagieren bei Futterkauf.
LIENZ. Der Siebenschläfertag hält, was er versprach. Am 27. Juni herrschte strahlendes Wetter - sieben Wochen soll es so bleiben. Bei den Bauern kommt dazu "Katerstimmung" auf. Trotz des verregneten Juni sitzen die Landwirte auf dem Trockenen. Sonnseitig gelegene Felder und Wiesen "erröten" durch den ausbleibenden Regen täglich mehr.
Josef Blasisker, der FPÖ-Politiker, der für die Osttiroler Bauern sowohl in der Bezirkslandwirtschaft Lienz als auch in der Landeslandwirtschaftskammer sitzt, spricht von einer bedenklichen Situation und bangt um die Ernte in der heimischen Landwirtschaft.
Kein Wunder in Sicht
"Extrem ist die Lage im Oberland. Wenn nicht bald ein Wunder geschieht, dann fällt der zweite Grünschnitt dort sicher aus". Wunder ist keines in Sicht, längere Regenperioden sind nicht angesagt. Stark betroffen von der Trockenheit ist auch das Iseltal. "Für den zweiten Grünschnitt ist im Berggebiet gar nix da", sagt Blasisker. "Und im Lienzer Talboden wird das Grummet auch alle Tage weniger, weil die Wiesen von Grün auf Rot umfärben". Als zunehmend kritisch erachtet Blasisker auch den Zustand beim Mais und bei Kartoffeln. Keine Bedenken habe er bei Getreide. Als problematisch bezeichnet der Kammerrat den Futterstand auf den Hochalmen. "In 2000 Metern Seehöhe gibt es für das Vieh nichts zu weiden".
In Anbetracht der drohenden Dürre richtet Blasisker einen Appell an verantwortliche Bauernvertreter. "Die Zuständigen müssen sich jetzt um günstiges Rauhfutter umschauen. Denn, wird es richtig brenzlig, stoßen Bauern Vieh ab und das wirkt sich negativ auf die Viehpreise aus".














