Gratis-Mobilität für Jugend wird zum Politikum
Selbstbehalt für Sommerfreifahrten geplant. Grüne zweifeln an Mut von Blanik.
LIENZ. Busse und Züge innerhalb Tirols in den Ferien gratis benutzen: In den vergangenen zwei Sommern wurde dieses Angebot von Osttiroler Jugendlichen tausendfach genutzt. Doch jetzt soll Schluss sein mit "Freifahrt".
"Mobilitätslandesrat" Anton Steixner (ÖVP) plant, im bevorstehenden Sommer einen Selbstbehalt von 30 Euro für die Freifahrten einzuheben. Das stößt bei Oppositionspolitikern auf keine Gegenliebe. "Die Schüler-Sommerfreifahrt muss ein Angebot bleiben, das diese Bezeichnung auch verdient. Ein Anschlag darauf trifft wieder nur die ärmsten Familien", erteilt die SPÖ-Landtagsabgeordnete Elisabeth Blanik diesem Vorhaben eine klare Absage. "Die ÖVP kann nicht alles über den Haufen werfen, nur weil gerade keine Wahlen anstehen", erinnert Blanik daran, dass die ÖVP die Schüler-Sommerfreifahrt kurz vor den Landtagswahlen 2008 als Wahlzuckerl verteilt hat. Die Grünen mit Regionalsprecher Sepp Brugger und Landtagsabgeordneten Gebi Mait stimmen Blanik zu. Das Grüne-Duo betont, dass die Sommerfreifahrt gerade für Jugendliche in Osttirol von Vorteil sei. Jetzt warten die Grünen darauf, ob Blanik mit der SPÖ auch im Landtag den Mut hat, für die Beibehaltung der Sommerfreifahrt zu stimmen. Sie bringen in der nächsten Sitzung einen Dringlichkeitsantrag dazu ein und glauben an eine Mehrheit, wenn die SPÖ mitgehe. MICHAELA RUGGENTHALER










