Tragödie an der Drau im Spiegel der Zeit
Das Kosakengedenken in Lienz und Tristach stand ganz im Zeichen der 65. Wiederkehr.
D ie Auslieferung der Kosaken nach dem Zweiten Weltkrieg an Russland war ein Drama, das Osttirol zum Schauplatz der Weltgeschichte machte.
Damit das Kosakenschicksal nicht in Vergessenheit gerät, lud auch heuer wieder der "Verein zum Gedenken an die Lienzer Kosakentragödie vom 1. Juni 1945" mit Obmann Michael Rainer, der eine Urkunde zum Ataman bekam, zur Gedenkfeier, zelebriert von Erzdiakon Georg Kobro aus München und Erzpriester Michael Protopopov, ein. Dabei nahmen nicht nur Angehörige, Soldatenkameradschaften und Einheimische teil, sondern auch Gäste aus Übersee wie etwa Ataman Vladimir Bondar aus Kanada, Ataman Alexander Pewnew und Gattin Elisabeth, Lina und Nikolay Lukinov, Iwan und Gale Zemliachenko, Wasily Laschko (alle aus New Jersey) sowie die Kosakenfamilie Juri Verjasow mit Gattin Larissa und seinen drei Kindern Vladimir, Alexander und Kiril aus R ussland. Gleichzeitig bekam Kosake Alexander Botscharow aus Klagenfurt das russische Kosaken-Ehrenkreuz verliehen.
Diese Gedenkfeiern begleitete heuer die Ausstellung "Die Kosaken in Osttirol - Vom persönlichen Leid zur Archäologie", welche noch bis 30. Juni in der Volksbank in Lienz zu sehen ist. "Es handelt sich um eine kleine Präsentation der Tragödie an der Drau mit neuen Aspekten", erklärte Harald Stadler von der Universität Innsbruck. Zu sehen sind Tagebücher von Iwan N. Tscherenkow und Alexander Nikolajewitsch Sparego sowie Bilder oder ein Sammelfund an Uhren.













