Steine "blockieren" Tiwag
Tauernbach-Kraftwerk in Matrei steht seit dem Steinschlag 2002 still. Für die Grünen ist damit die Bewilligung abgelaufen. Köll bestätigt.

Foto © HatzSeit dem Jahr 2002 liegen große Steinbrocken auf der Druckrohrleitung des Tauernbach-Kraftwerkes
Ein gewaltiger Felssturz beschädigte im Jahr 2002 die Druckrohrleitung des Tauernbach-Kraftwerkes in der Matreier Prossegg-Klamm. Dadurch konnte das Wasser nicht mehr die beiden Turbinen betreiben. Seither ist das Tauernbach-Kraftwerk nicht mehr in Betrieb. Am vergangenen Sonntag stapfte Josef Brugger, Regionalsprecher der Osttiroler Grünen, zur besagten Absturzstelle und siehe da: "Die Steinbrocken liegen immer noch auf der Druckrohrleitung."
Nach diesem Lokalaugenschein nahm Brugger die Wasserbenutzungsrechte der Tiwag unter die Lupe. Nach seiner rechtlichen Auffassung habe er, Brugger, eine interessante Entdeckung gemacht. "Durch den Wegfall der zur Wassernutzung nötigen Vorrichtung über einen Zeitrahmen von drei Jahren sind die Wasserbenutzungsrechte der Tiwag erloschen", sagte Brugger.
Für ihn würden sich berechtigte Schlussfolgerungen ergeben, die die Behörde 1979 für die Tiwag beim Ankauf von der Gemeinde Matrei in der Wasserbenutzungsbewilligung festschrieb: Die Anlage müsste nach dreijährigem Stillstand innerhalb einer Frist beseitigt oder unentgeltlich einer öffentlichen Körperschaft übertragen werden.
Bürgermeister Andreas Köll (ÖVP) hat mit Bruggers Rechtsmeinung Probleme: "Wir werden die Sachlage prüfen, bisher hat Brugger in keiner rechtlichen Frage in unser Gemeinde recht bekommen." Köll bestätigt aber, dass die Wasserbenutzungsbewilligung am Tauernbach schon 2005 abgelaufen sei: "Wir wollen aber keine Kraftwerksruine."














