Watschentanz bei Maifest
"Maibaumpassen" artete am Wochenende in Osttirol in wüsten Schlägereien und Sachbeschädigungen aus. Polizei ermittelt.
Es ist Tradition in Osttirol: am Anfang und Ende des Wonnemonats Mai drei Nächte lang auf den Maibaum aufzupassen. Es ist auch Brauch geworden, aus diesem "Maibaumpassen" Volksfeste zu machen.
Während es zum Mai-Auftakt keinerlei Beanstandungen gab, artete die "Passerei" am vergangenen Wochenende aus. Aufgestachelt durch ohrenbetäubende Musik bis in die frühen Morgenstunden und reichlich Alkohol im Blut, gerieten sich in Debant Festgäste in die Haare. Die Veranstalter hatten alle Hände voll zu tun, die Streithähne in Zaum zu halten. "Das war alles andere als spaßig", sagte ein Festbesucher - und ärgert sich um die lasche Haltung der zuständigen Behörden. Andreas Pfurner, Bürgermeister der Marktgemeinde Nußdorf-Debant, verweist auf den Bescheid nach dem Tiroler Veranstaltungsgesetz für die Veranstalter: "Dort ist Musik in den Nachtstunden nicht genehmigt worden." Organisator Toni Angermann gibt Unzulänglichkeiten zu: "Es ist passiert und wird nicht mehr vorkommen."
Damit nicht genug der Randale: Auf dem Nachhauseweg hob ein bisher Unbekannter kurz vor 4 Uhr früh nördlich eines Wohnblocks in Debant einen Kanaldeckel aus der Verankerung. Anschließend suchte der "Kraftlackel" den nahen Parkplatz auf und schlug mit dem Kanaldeckel die Heckscheibe und den Kofferraumdeckel eines Pkw ein.
Nicht viel friedlicher verlief das "Maibaum passen" Nahe des Dolomitenstadions in Lienz. Auch dort kam es zu Schlägereien unter den Festbesuchern. "Es wird nicht jede Tätlichkeit zur Anzeige gebracht, vieles wird sofort intern geregelt", so Osttirols Polizeichef Silvester Wolsegger.














