Bohrfirma muss abziehen
Thermalwasserbohrung in St. Jakob ist seit Monaten abgeschlossen. Bürgermeister vermisst Nutzungskonzept und ordnete Aufräumen an.

Foto © Ruggenthaler
Die Baustelle beim Schwefelbrunn in St. Jakob soll demnächst Geschichte sein. Seit Monaten schon ist die Thermalwasserbohrung abgeschlossen, der Pumpversuch ist gelaufen. Zurückgelassen haben die Zuständigen eine Gstätten mit aufgestelltem Bohrturm, einem offenen Probebohrloch und jeder Menge Arbeitsmaterial.
Egon Kleinlercher, Geschäftsführer der Thermalwasser-Bohrungsgesellschaft wurde vor einem Monat schriftlich aufgefordert, das ehemalige Bohrareal aufzuräumen. "Ich habe darauf bestanden, dass der Platz im beliebten Naherholungsgebiet Schwefelbrunn vor Beginn der Sommersaison sauber gemacht wird", sagt Bürgermeister Gerald Hauser. Vorgestern verschwand der Bohrturm, das Probebohrloch ist geschlossen und gestern begann die Bohrfirma mit dem Abtransport der Relikte.
Keine Informationen
Übrig bleiben wird nur ein weißer Container, der den Bohrkeller schützt. "Dort soll eine Förderpumpe installiert werden, die Thermalwasser bei Bedarf aus der Tiefe holt", informiert Kleinlercher, der bestätigt, dass alle Arbeiten im Bohrareal beendet sind und dass er an einem Nutzungskonzept über die Verwertung dessen arbeite, was die Bohrungen gebracht haben. Hauser vermisst dieses Nutzungskonzept bereits. "Seit Herbst hatte Kleinlercher die Aufgabe, ein solches zu erstellen, passiert ist aber null", klagt der Bürgermeister. Er verweist auch einmal mehr darauf, dass zwei Millionen Euro "verbohrt" worden seien und das Ergebnis eine äußerst bescheidene Schüttung sei.
Nicht einverstanden ist Hauser damit, dass er von Kleinlercher keinerlei detaillierte Informationen über den Status quo der Thermalwasser-Gesellschaft habe. "Dabei ist die Gemeinde St. Jakob der größte Gesellschafter."















