M99 steht für Hibler vor dem "Herzinfarkt"
Betreibern fehlen 650 Quadratmeter Grund.
LIENZ. Weder pipp noch papp hat der Lienzer Bürgermeister Johannes Hibler (ÖVP) seit März 2009 von den Betreibern des Einkaufszentrum M99 gehört. "Ich kenne weder konkrete Anliegen, noch weiß ich, wie die weiteren Pläne für das M99 ausschauen", sagte Hibler gestern im Rahmen seiner turnusmäßigen Pressekonferenz nach der Stadtratssitzung. Der Lienzer Gemeinderat hätte vor über einem Jahr mit der hauchdünnen Mehrheit der "EKZ-Allianz" - bestehend aus SPÖ, LSL, FPÖ und Grünen - den Beschluss gefasst, die Parkflächen im Zentrum des geplanten M99 zum Quadratmeterpreis von 700 Euro zu verkaufen.
Dafür wurde ein Vertrag vorbereitet und den M99 Investoren zur Unterschrift vorgelegt. Insgesamt verlangt die Stadt für die 650 Quadratmeter Grund 440.000 Euro. Hibler spielt nicht mehr auf Zeit und erklärte: "Dabei handelt es sich um das Herzstück des M99. Ich kann nicht vorhersagen, ob wir immer und ewig an dem seinerzeit gefassten Beschluss festhalten werden." Immerhin hätten sich nach den Wahlen im März 2010 die politischen Verhältnisse in der Liebburg verändert. "Ich erwarte mir schon, dass sich die Betreiber melden und nicht mehr davon sprechen, die Stadt blockiert ihr Bauvorhaben", sagte der Bürgermeister.
Vonseiten der M99-Betreiber ließ Projektmanager Wilfried Golger, der mit dem Tiroler Unternehmer Karl Pletzer ins Vorhaben der Südtiroler Hobag Immobilien GmbH im Jänner 2010 eingestiegen war, wissen: "Wir versuchen, eine vernünftige Lösung für das M99 zu finden, die die Zustimmung aller Lienzer findet." Ein Unterfangen, das in der derzeitig wirtschaftlich schwierigen Zeit nicht ganz einfach sei. GÜNTHER HATZ













