Opferwidder im Virgental ist ein sehr alter Brauch
Prägraten oder Virgen stellen das weiße Tier.
Alljährlich pilgern Hunderte in die Wallfahrtskirche "Maria Schnee" nach Obermauern, um eine Woche nach Ostern am traditionellen Gottesdienst und bei der Widderverlosung dabei zu sein. Der "Opferwidder" geht in das Jahr 1635 zurück, als in Virgen und Prägraten die Pest wütete. "Da beschloss man das Gelöbnis, einen weißen Widder in den Wallfahrtsort Lavant zu führen", berichtet Ortschronist Ottfried Pawlin. Da die lange Strecke nach Lavant mit Mühen verbunden war, entschied man sich 1920, das Brauchtum nach Obermauern zu verlegen. "Der Widder wird sauber gewaschen und mit Bändern geschmückt", berichtet Pawlin. Drei Jahre stellt Prägraten das Tier, die nächsten vier Jahre ist Virgen an der Reihe. Seit den 1980er-Jahren wird der Widder nicht mehr versteigert, sondern verlost. Ein Teil des Reinerlöses kommt der Wallfahrtskirche "Maria Schnee" zugute.














