Lienzer malte Fastentuch für Innsbrucker Dom
Ostern steht vor der Tür. Der Künstler Michael Hedwig schuf riesiges Fastentuch für Dom St. Jakob in Innsbruck. Die Kleine Zeitung suchte nach weiteren Bräuchen und Riten.

Foto © Hölbling/Diözese Innsbruck
Seit Aschermittwoch verhüllt ein elf mal sieben Meter großes Fastentuch einen Seitenaltar in der Dompfarre St. Jakob in Innsbruck. Dieses gigantische Kunstwerk stammt aus den Händen des bekannten Lienzer Künstlers Michael Hedwig.
Der mittlerweile in Wien lebende Künstler zeigt die Vision des Propheten Ezechiel, angesichts der tödlichen Bedrohung Israels im Exil und die Verklärung Jesu als Offenbarung seiner Gottheit im Lichte der Vollendung zu Ostern. "Gerhard Larcher hat meine Ausstellungen in Graz bereits in den Jahren 1989, 1990 gesehen und so kam es in der Folge zu Ausstellungseinladungen und Einladungen zu Projekten durch Kunstraum Kirche", erklärt der Lienzer. Erste Gespräche für ein gemeinsames Projekt gab es bereits 2008. "Erst bei einer zweiten Besprechung Anfang Dezember 2009, im Beisein des Domprobstes Florian Huber, ist die Idee mit dem Fastentuch spontan entstanden", berichtet Hedwig, der das Gesamtkonzept bereits bei der Besprechung vor Ort klar vor Augen hatte.
Feierliche Komposition
Das in vertikalen Bahnen verlaufene Bild auf vier Ebenen weist Hedwigs typische Farbcharakteristik von Rot- bis Brauntönen auf. "Die ruhige, feierliche Komposition des Fastentuches steht in spannendem Dialog zur barocken Bewegtheit des Innenraumes des Domes", beschreiben Gerhard und Elisabeth Larcher von der Initiative Kunstraum Kirche das besondere Werk.
Auch das im Querschiff ausgestellte Buchobjekt "Sterntaler", welches erstmals auf der Frankfurter Buchmesse vor zwei Jahren gezeigt wurde, trägt die Handschrift des Lienzers. Die Lithografien und Radierungen stammen von Michael Hedwig, der Text von der Oberösterreicherin Karin Peschka.














