Vor Stichwahl: Wogen in Nikolsdorf gehen hoch
Gotthard Brandstätter gegen Gerald Standteiner: Heißer Kampf um Bürgermeister-Sessel ist unterhalb des Ziethenkopfs entbrannt.
Für die Stichwahl hatten die Bürger in Nikolsdorf eher Michael Eder (Für Nikolsdorf) als Gerald Standteiner (Bürgerliste) als Herausforderer gegen Bürgermeister Gotthard Brandstätter (ÖVP) erwartet. Bis zur letzten Minute herrschte beim Auszählen auch Hochspannung. Eder hatte 122, Standteiner 121 Stimmen am Konto.
Da es bei einem Stimmzettel unterschiedliche Auffassungen über das richtige Kreuzerl gab, entschied sich die Wahlkommission, Standteiner, die 122 Stimme zugeben. Aber: Bei Gleichstand hätte das jüngste Mitglied der Wahlkommission, Georg Rainer, per Los den Widersacher in der Stichwahl gegen Bürgermeister Brandstätter ziehen müssen. Neuerlich wurden alle Stimmen der vier Stichwahlkandidaten durchpflügt und siehe da: Es fand sich im Stimmenpackerl von Brandstätter noch eine für den Spitzenkandidaten der "Bürgerliste". Endstand: 123 zu 122 zugunsten Standteiners.
Der fordert, wie berichtet, jetzt den amtierenden Bürgermeister am 28. März in der Stichwahl heraus. Und die Wogen gehen, seit der Herausforderer die "nicht rosige finanzielle Situation der Gemeinde" aufs Tapet brachte, unter dem Ziethenkopf hoch. "Leider wurde meine Aussage zur finanziellen Lage in Nikolsdorf falsch gedeutet", so Standteiner. Es stimme, das Nikolsdorf einen hohen Verschuldungsgrad aufweise und daher die finanzielle Situation angespannt sei. Standteiner: "Mir geht und ging es dabei nie um Schulzuweisungen, sondern ich wollte zum Ausdruck bringen, dass der Handlungsspielraum für neue Projekte äußerst eingeschränkt ist - egal wer Bürgermeister wird". Im Gegensatz zum Kontrahenten sehe er, Standteiner, sich als Teamplayer und nicht als Einzelkämpfer. "Ich würde Anregungen und Kritik nicht als persönliche Beleidigung sehen, sondern als notwendige Hilfestellung für einen umsichtigen Bürgermeister empfinden." GÜNTHER HATZ














