Quantensprung bei Wintertechnik
Neue Ausbringungstechnik für Streumittel und Feinstaubkleber als Weltneuheit in Lienz.
Die Neuaufstellung des Fuhrparks der Stadtgemeinde Lienz läuft seit Jahren, um die mit PM10-Feinstaub belastete Stadt staubfrei zu bekommen. Besonders stolz sind Bürgermeister Johannes Hibler, Oskar Januschke vom Umweltamt und die Mannen des Wirtschaftshofes über ihre neueste Errungenschaft. Der frisch eingetroffene Aufsatz für den Unimog ist eine technische Novität. Die modifizierte Ausbringungstechnik setzt Streumittel zielgenau ein.
"Das Novum ist, dass man drei Streumittel zu gleich je nach Witterung und Straßenverhältnisse aufbringen kann", erklärte Januschke. Der Einsatz von Salz, Split oder des Feinstaubklebers CMA wird auf die täglichen Wetter- und Klimawerte abgestimmt. "Die Ausbringungsmenge von CMA beträgt exakt 10 Gramm pro Quadratmeter, egal welche Geschwindigkeit das Fahrzeug fährt", erklärte Januschke weiter, sodass auf Kreuzungen, in Kurven oder im Kreisverkehr die Flüssigkeit gestoppt wird. Entwickelt wurde diese neue Ausbringungstechnik in Zusammenarbeit mit der Firma Springer in Lainach im Mölltal unter Osttiroler Beteiligung. "Die Entwicklung dauerte circa vier Monate", erklärte Hannes Reiter von der Firma Springer. Der Feinstaubkleber wird nicht nur im Winterdienst, sondern auch im Frühjahr oder Sommer eingesetzt. "Bei starker Staubbelastung durch Baustellen oder auf Schotterstraßen verwenden wir ihn", so Januschke, der von einer 30-prozentigen Verringerung der Feinstaubbelastung spricht.
Ende September wird in Lienz ein internationaler CMA-Kongress mit Fachleuten aus ganz Europa über die Bühne gehen.















