Heißer Kampf in Nikolsdorf um Bürgermeister-Sessel
Amtierendem Bürgermeister fehlten 24 Stimmen zum Sieg. Der Herausforderer hofft auf eine Überraschung.
Seit 13 Jahren regiert Gotthard Brandstätter (ÖVP) die Gemeinde Nikolsdorf. Am Wahltag bekam es der Bankangestellte bei der Bürgermeisterwahl gleich mit drei Gegnern zu tun. Zur Abwehr der Stichwahl fehlten Brandstätter schließlich lediglich 24 Stimmen. So muss der 55-Jährige am 28. März gegen Gerald Standteiner (Bürgerliste) in die Stichwahl.
"Bei vier Kandidaten habe ich mir schon gedacht, dass es im ersten Durchgang knapp wird", sagt Brandstätter. Hauchdünn verfehlte er aber die 50-Prozent-Hürde. 271 (47,13 Prozent) der 721 Wahlberechtigten in Nikolsdorf votierten für Brandstätter, sein Widersacher erhielt 123 (21,39 Prozent). Nur um eine Stimme mehr als AAB-Kandidat Michael Eder. Bei der ÖVP-Parteivorstandssitzung kam ein klares Signal, den amtierenden Bürgermeister tatkräftig zu unterstützen. Brandstätter: "Auch von Margit Ploner." Die Großbäuerin erreichte ein Mandat für den Gemeinderat und galt bisher nicht als besonders "Bürgermeister-freundlich".
Standteiner sieht dem ÖVP-Bollwerk gelassen entgegen. "Für mich war es schon eine Überraschung in die Stichwahl zu kommen." Er, Standteiner, werde alles versuchen, dem Bürgermeister Paroli zu bieten. "Die finanzielle Lage der Gemeinde ist alles andere als rosig", sagte Standteiner. Daran sein auch der amtierende Bürgermeister nicht ganz unbeteiligt.









