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Zuletzt aktualisiert: 20.02.2010 um 20:54 UhrKommentare

Virgener Energiepolitik wurde jetzt vergoldet

Die Gemeinde Virgen wurde im Bregenzer Festspielhaus mit dem "European Energy Award" in Gold ausgezeichnet. Diesen Preis tragen in Österreich sechs Städte und Orte.

Eine große Stunde für die Gemeinde Virge: Das Sonnendorf nahm Freitag im Bregenzer Festspielhaus den "European Energy Award" entgegen

Foto © RuggenthalerEine große Stunde für die Gemeinde Virge: Das Sonnendorf nahm Freitag im Bregenzer Festspielhaus den "European Energy Award" entgegen

Die jahrelangen Anstrengungen Virgens im Energiemanagement tragen Früchte, goldene Früchte. Seit gestern darf sich das Sonnendorf mit dem "European Energy Award" in Gold schmücken.

Den Oskar für effiziente Energiepolitik übergaben Freitagabend Umweltminister Niki Berlakovich und der Vorarlberger Landesrat Erich Schwärzler im Festspielhaus Bregenz an Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler, der mit einer sechsköpfigen Delegation zur Preisverleihung angereist war. "Wir sind sehr stolz über diesen Preis", freute sich Ruggenthaler über die hohe Auszeichnung. Es sei ein hoher Ansporn, weiterhin umweltbewusst zu handeln. "Alle zwei Jahre müssen wir uns einem Vergleich stellen", sagt Ruggenthaler. In einem standardisierten Verfahren werde so beispielsweise untersucht, ob bereits erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Über 100 Maßnahmen aus den sechs Handlungsfeldern Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlage, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation nehmen die Prüfer dabei unter die Lupe.

Virgen im Goldfieber

Über 580 Städte und Gemeinden aus zehn europäischen Staaten nahmen an diesem Qualifizierungsprogramm für kommunalen Klimaschutz teil. Allein in Österreich haben sechs von 78 Gemeinden die höchste Auszeichungsstufe "e5" erreicht. Dabei räumten die Vorarlberger Gemeinden Langenegg, Zwischenwasser und Mäder die ersten drei Plätze ab. Virgen belegte Platz elf, Wolfurt (Vorarlberg) Platz 13 und den 24. Platz St. Johann in Pongau (Salzburg). 29 weitere österreichische Gemeinden wurden mit dem "European Energy Award" in Silber prämiert. Für diesen Award müssen mindestens 50 Prozent der möglichen Maßnahmen umgesetzt werden. Ab 75 Prozent erhalten die Teilnehmer den "European Energy Award" in Gold, die höchste Auszeichnung für Energiestädte und Gemeinden. 80 Prozent hat Virgen erzielt.

Gemeinden, die Gold tragen, sind europaweit Spitze in der Förderung erneuerbarer Energien, in Bestrebung zur Senkung des CO2-Ausstoßes und weiterer energiepolitischer Maßnahmen. Das brachte Virgen reellen Nutzen und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der Kohlendioxid-Ausstoß konnte in Virgen um etwa ein Drittel reduziert werden. "Damit spart Virgen im Jahr geschätzte 1 100 Tonnen CO2 beziehungsweise 400.000 Liter Heizöl im Bereich Raumwärme und Warmwasser ein", sagt Ruggenthaler. Seit 1994 bemüht sich seine Gemeinde um das Thema Energie und habe schon herausragende Auszeichnungen bekommen. Zuletzt wurde Virgen im April 2008 mit fünf Energiehauben (e5) ausgezeichnet.

MERSIHA KASUPOVIC

European Energy Award

e5-Gemeinden. Mittlerweile nehmen österreichweit 78 Gemeinden am e5- Programm teil

Silber. 29 davon wurden mit dem "European Energy Award" in Silber prämiert

Gold. Virgen und fünf weitere Gemeinden in Österreich bekamen bisher den "European Energy Award" in Gold

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