35.000 Kubikmeter Geröll müssen bewegt werden
Hunderttausende Kubikmeter Schutt und Geröll verlegten Sonntag in Osttirol die Drau und die B 100. Verschüttet wurden auch Bahngeleise. Drautalstraße (B100) "bestenfalls" Freitagabend wieder offen.

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Nach dem massiven Hangrutsch auf die Drautalstraße (B100) in Leisach bei Lienz in Osttirol müssen von den Räummannschaften rund 35.000 Kubikmeter Geröll abtransportiert werden. "Derzeit fließt die Drau nach wie vor bis zum angrenzenden Bahndamm", erklärt Harald Haider, Leiter des Baubezirksamtes in Lienz am Montag. "Bestenfalls" könne die Straße, die von Lienz Richtung Südtirol führt, Freitagabend wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Kontrollposten
"Pro Tag schaffen wir vier bis 5.000 Kubikmeter", schilderte der Bauamtsleiter. Gearbeitet werden könne ausschließlich bei Tageslicht, da nach wie vor die Gefahr bestehe, dass weitere Erdrutsche folgen könnten. "Um die Gefährdung abzuschätzen, haben wir sechs Kontrollposten auf dem gegenüberliegenden Hang platziert, die bei der kleinsten Bewegung Alarm schlagen", sagte Haider. Die Ursache für den Murenabgang sei nach wie vor unklar. Das könne höchst wahrscheinlich erst nach Abschluss der Räumungsarbeiten eindeutig bestimmt werden. Morgen, Dienstag, werde zusätzlich zu dem bereits an Ort und Stelle stationierten Landesgeologen ein Geotechniker hinzugezogen, um die Lage zu analysieren.
Die Mure hatte in der Nacht auf Samstag gegen 3.30 Uhr die Straße auf einer Länge von über 50 Metern verschüttet. Zudem wurde der Flusslauf der Drau rund 200 Meter von den Schlammmassen unterbrochen. Weil das Wasser den daneben verlaufenden Bahndamm gefährdete, musste auch der Zugsverkehr vorerst eingestellt werden. Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Der Schwerverkehr muss nach wie vor großräumig über den Brenner ausweichen, Pkw können örtlich über die Pustertaler Höhenstraße umgeleitet werden.











