Kein Ende im M-99 Streit
Schlagabtausch wegen möglichen Einstiegs neuer Investoren: Die SPÖ ortet Sinneswandel Hiblers. Bürgermeister kontert: "Das stimmt nicht."
Bürgermeiser Johannes Hibler war Freitagvormittag auf dem Weg zum "Tiroler Ball" in Wien. Zur gleichen Zeit stellte die SPÖ-Stadtpartei, Vizebürgermeisterin Elisabeth Blanik als Spitzenkandidatin für die Gemeinde- und Bürgermeisterwahl am 14. März in Lienz vor.
So unterschiedlich wie Aufgaben und Interessen der Stadtführung zur Zeit sind, so weit klaffen auch die Meinung zur aktuellen Entwicklung beim Einkaufszentrum M99 auseinander. Wie die Kleine Zeitung exklusiv berichtete, plant die "GST Bauträger GmbH" mit Wilfried Golger und Anton Pletzer den Einstieg bei den Investoren des M99, der Südtiroler Baufirma Hobag. Am 26. Jänner wollen die Beteiligten im "Grandhotel Lienz" die Zukunft des M99 im Detail präsentieren.
Differenzen
Im Vorfeld gibt es zwischen Hibler, überzeugter M99-Gegner, und der EKZ-Befürworterin Blanik einen verbalen Schlagtausch. "Wenn die richtigen Menschen auftauchen, ist in Lienz scheinbar alles möglich", so Blanik. Sie ortet einen auffallenden Sinneswandel Hiblers und beschreibt diesen als "Klientelpolitik".
Hibler kontert: "Stimmt nicht. Ich bin nach wie vor ein M99-Gegner in dieser Dimension." Da sei es egal, ob der Investor Hobag, Anton Pletzer, Stefan Rutter oder sonst wie heiße. Für den Bürgermeister sei auch der Abbau der Unterlagen durch die Hobag aus dem ehemaligen Autohaus Thum "wenig vertrauenswürdig". Hibler: "Es sieht so aus, dass man mit Hilfe der EKZ-Allianz die Flächenwidmung durchboxte und gar nicht am langfristigen Engagement in Lienz interessiert ist."









