M99 im vierten Anlauf genehmigt
Die "EKZ-Allianz" hielt ihre hauchdünne Mehrheit aufrecht und segnete den Flächenwidmungsplan fürs Einkaufszentrum in Lienz neuerlich ab.
Volksbefragung hin, Volksbefragung her: Die "EKZ-Allianz" von SPÖ, LSL, FPÖ und Grünen hielt an ihrer Mehrheit fest und genehmigte auch im vierten Anlauf den Flächenwidmungsplan für das umstrittene Einkaufszentrum M99 in Lienz. Sechs Sitzungen brauchte es für den Startschuss des EKZ mit einer Kundenverkaufsfläche von 8800 Quadratmetern.
Im ersten Anlauf beschloss die "EKZ-Allianz" am 17. Dezember 2008 die Widmung, darauf initiierte Bürgermeister Johannes Hibler (ÖVP) eine Volksbefragung am 8. Februar 2009. Von den über 5000 abgegeben Stimmen votierten fast 53 Prozent gegen den Bau des M99. Trotzdem beharrte die "EKZ-Allianz" mit Sprecherin, Vizebürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ), auf den ersten Beschluss und die Widmung landete in der Raumordnungsabteilung des Landes.
Keine Genehmigung
Dort wurde festgestellt, dass im Widmungsbeschluss auf die Lösung des Verkehrs - täglich werden 3000 Kfz-Fahrten durch das M99 erwartet – vergessen wurde. Wieder landete alles zur neuerlichen Beschlussfassung im Gemeinderat. Mit dem Ergebnis, dass die elf "KZ-Mandatare" gegen die zehn Mandatare der ÖVP den zweiten Beschluss bestätigten. Damit nicht genug: Da am 5. März in falscher Reihenfolge - zuerst Verkehrslösung, dann Flächenwidmung - abgestimmt wurde, musste Johannes Hibler den Südtiroler M99-Betreibern eine neue Chance einräumen.
Da lief Montag auch nicht alles reibungslos ab. Gemeinderat Stephan Tagger (ÖVP): "In diesem Beschluss fehlen 177 Stellplätze unterhalb des M99." Auch Hibler interessierte, wie die Parkplatz-Situation gelöst werde. Dazu Blanik: "Ohne diese Stellplätze wird es keinen Bebauungsplan geben." Gemeinderat Peter Wibmer (Grüne)\ kam zur Schlussfolgerung: "Wenn der Bauwerber dies nicht erfüllt, wird das EKZ auch nicht in Betrieb gehen."









