Die Liftpleite wird zum Rätsel
Bergbahnen-Gesellschafter fühlen sich getäuscht. Versprochene Bankenrunde sei ausgeblieben. Konkurs wurde eröffnet und Masseverwalter bestellt.

Foto © Hatz
Nachdem für die Bergbahnen St. Jakob der Konkursantrag gestellt wurde, gibt es unter den 250 Gesellschaftern nach einer Verschnaufpause mehr Fragen als Antworten.
Dietmar Hafele, stellvertretender Vorsitzender des Bergbahnen-Aufsichtsrates, erinnert an ein Versprechen der Bank für Tirol und Vorarlberg bei der Generalversammlung am 16. November: "Anfang Dezember wurde uns vor rund 150 Gesellschaftern das Bankengespräch zugesichert." Statt dem Gespräch sei die Fälligstellung des Girokredites erfolgt, für Hafele unverständlich. Im Rückblick auf die Generalversammlung fühlen sich Gesellschafter der Bergbahnen schwer getäuscht.
Nichts als Versprechen
Einer von ihnen ist Hotelier Christian Jesacher. Gesicherte Liquidität wurde beteuert, ein Konkurs stand nicht im Raum, sagt er, und spricht von einem bösen Spiel mit den Bahnen, die sich die Deferegger selber aufgebaut haben. Aus heutiger Sicht war die Generalversammlung für Jesacher, aber auch für Franz Theurl, den Obmann des Tourismusverbandes, eine Farce. "Ich habe mich dort für die Wiederbestellung des Geschäftsführers Andreas Kleinlercher stark gemacht, aber nicht deshalb, dass er den Konkurs anmeldet, was die wenigsten verstehen", sagt Theurl. Kryptisch setzt der Tourismusobmann fort: "Das wahre Gesicht des Konkursantrages wird sich erst am Ende des Tages zeigen, wenn die Investoren auf der Bildfläche erscheinen."
Bis es soweit ist, hat am Donnerstag das Landesgericht in Innsbruck die Voraussetzungen für die reibungslose Konkursabwicklung geschaffen, den Konkurs eröffnet und den Innsbrucker Anwalt Stefan Gailer zum Masseverwalter bestellt.















