Neues Heim in Debant für 60 Senioren
Bis 2021 werden im Bezirk 200 zusätzliche Altenheimplätze be-nötigt. 130 Personen stehen derzeit auf der Warteliste. Ein viertes Altenwohnheim in Nußdorf ist geplant.

Foto © HatzAufgekocht wird in Osttirols modernster Küche
In Nußdorf-Debant hat schon Bürgermeister Josef Altenweisl in den 1990-er Jahren auf dem Areal des aufgelassenen "Haidenbergerhofes" für den Bau eines Wohn- und Seniorenheimes die Weichen gestellt.
Lange Zeit schien es, dass die drei bestehenden Altenheime in Lienz, Sillian und Matrei den Bedarf im Bezirk Lienz abdecken könnten. Zur Zeit sind dort auch 365 Frauen und Männer untergebracht. Mit dem Wegfall von Regressansprüchen gegenüber Kindern in Tirol, ist auch die Nachfrage auf eine Unterbringung von älteren Mitmenschen gestiegen.
Bedarfszahlen unterschritten
"Prognosen der Tiroler Landesregierung gehen von 200 zusätzlichen Heimplätzen bis zum Jahr 2021 in Osttirol aus", sagte Verwalter Franz Webhofer. Die gute ambulante Versorgung durch Gesundheits- und Sozialsprengel sowie die große Bereitschaft im Familienverband die Pflege zu übernehmen, hätten dazu geführt, dass die ermittelten Bedarfszahlen in den letzten Jahren weit unterschritten wurden.
Altenheim-Verbandsobmann Johannes Hibler bezeichnet es daher als absolut richtig, dass seinerzeit ein Grund für den Bau eines vierten Heimes in Alt-Debant gesichert wurde. Hibler: "Wir stoßen jetzt an die Grenzen unserer Kapazität." Mit der realistischen Planung in der Vorstadtgemeinde könnte 2010 begonnen werden, die Fertigstellung 2013-2014 erfolgen. Die Kosten von zirka 20 Millionen Euro würden sich das Land (65 Prozent) und die 33 Gemeinden teilen. Die Verwaltung, wie in den anderen drei Seniorenunterkünften in Osttirol, weiter in einer Hand liegen. Wobei es, laut Webhofer, österreichweit schon einzigartig ist, dass in einem Bezirk drei Altenheime unter einer Verwaltung stehen.














