"Heimat" über Grenzen verbinden
Themenweg will dem Begriff "Heimat" in Ost- und Südtirol auf die Spur kommen. Im Angesicht der Südtiroler Dolomiten wurde Projekt vorgestellt.

Foto © HatzIm Angesicht des Helm-Hauses in Sexten: Schützen Johann Brugger, Erich Lanzinger und Anton Senfter (von links)
Auf dem Sextener Tschurtschenthalerhof in 1634 Metern Seehöhe kam es gestern Vormittag zu einem historischen Akt. Nach dem Fall des Grenzbalkens 1998 in Arnbach bzw. Winnebach kam es zum ersten öffentlichen Zusammenschluss der beiden Tiroler Grenzdörfer. Die Bürgermeister Fritz Egarter (Sexten) und Erwin Schiffmann (Sillian,) die Schützen-Hauptmänner Erich Lanzinger, Anton Senfter und Johann Brugger (Innichen) sowie Gerhard Holzer und Anton Sint vom Alpenverein Sillian stellten in dem alten Bauernhof den Themenweg "Der Heimat auf der Spur" vor. Auf dem Heimatsteg zwischen Sillian und Sexten werden die Wanderer künftig auf illustren Infotafeln begleitet. Die auf 33 Schaubildern verdeutlichen Botschaften lauten: "Heimat ist geprägt von Natur, Heimat ist geprägt von Menschenhand."
Anspruchsvoller Marsch
Zusammengeführt wird der drei- beziehungsweise vierstündige Marsch beim Helm-Haus in über 2200 Metern Seehöhe. "Auf diesem Gipfel verbinden sich die Wege und alles, was am Rande aufgelesen wurde, soll sich schließlich zu einem Bild unserer Heimat verdichten," erklärte Wegbereiter Gerhard Holzer. Bürgermeister Fritz Egarter erinnerte an den nicht leichten Gang nach Bozen, um die Finanzierung in Sexten auf die Beine zu stellen. Vom Land Südtirol seien von den gewünschten 100.000 Euro keine Mittel zur Verfügung gestellt worden, so streckte die Dolomiten-Kommune aus eigener Tasche 35.000 Euro vor, die Osttiroler Nachbarn 20.000 Euro. Egarter überzeugt: "Das Geld ist nicht wichtig, sondern der Gedanke der hinter dieser Aktion steht." Die Eröffnung steht mit dem 30. August 2009 schon fest.














