Der Tourismus in Osttirol schwächelt
Durchwachsen starten Osttirols Tourismusregionen in die Ferienzeit. Gäste buchen äußerst kurzfristig. Neues Online-Buchungssystem läuft.

Foto © Pranter-KreuzerEntspannend und naturverbunden: Das ist Urlaub in Osttirol
Während sich im nahen Südtirol die Wandersleute jetzt in Scharen tummeln, hält sich in Osttirol diesen Sommer das Gedränge in heimischen Betten in Grenzen. Quer durch den Bezirk gibt es noch freie Kapazitäten in allen Kategorien. Urlauber buchen kurzfristiger.
"Wir könnten noch Gäste vertragen. Wir haben quer durch die Bank weniger Anfragen", sagt Otto Trauner, Leiter der Ferienregion Hochpustertal, der dem August zuversichtlich entgegenblickt. "Vor allem Italiener haben vorausgebucht", erklärt Trauner, der im Krisenjahr vermehrt spontane Buchungen feststellt. Dieses Verhalten kann auch Camilla Köll aus der Urlaubsregion Nationalpark bestätigen.
Vorteile durch neues System
"Es wird kurzfristiger. Ich hoffe aber, dass wir die Zahlen vom Vorjahr halten können", so Köll, die beobachtet, dass das kürzlich eingeführte Online-Buchungssystem gut angenommen wird.
"Jene Betriebe in der Region, die dabei sind, haben nach nur einer Woche Buchungen erhalten", freut sich Köll, die auf eine Stabilisierung des Wetters hofft. Dass das Wetter eine entscheidende Rolle spielt, davon kann Marlen Peintner, Leiterin der Urlaubsregion Defereggental, ein Lied singen. "Wir haben laufend Anfragen zum Wetter. Die Leute warten ab, auch Stammgäste", erklärt Peintner, die heuer Urlauber aus Deutschland, Italien, Slowenien und Österreich begrüßen kann. Große Erwartungen setzt man in die Märchenwoche im August.
In der Ferienregion Lienzer Dolomiten blickt man nach einer unzufriedenstellenden Vorsaison leicht optimistisch in den Sommer. "Eines steht fest, Urlaube von zwei Wochen, nehmen merklich ab", sagt Geschäftsführerin Paula Müllmann.














