Naturschutz prüft den "Feueradler"
Drei Nächte lang erleuchtete riesige Lichtinstallation den Himmel über den Lienzer Dolomiten. Das Projekt geht trotz Prüfung bis Herbst weiter.

Foto © PrivatDer Adler als "Sinnbild der Freiheit"
"Der Adler ist ein Sinnbild der Freiheit. Bei den Behörden haben wir davon nichts gespürt", sagte Peter Weingartner, der mit Sepp Mayerl anlässlich des Projektes "Frei: Altes Testament" in Dölsach eine riesige Lichtinstallation ins Lavanter Steinkar zauberte.
Verfahren läuft. Gerüchte über eine fehlende Genehmigung dementierten die kreativen Köpfe. Fakt ist, dass ein naturschutzrechtliches Verfahren läuft. "Wir haben vier Genehmigungen und zwar jene des Grundeigentümers, der zuständigen Gemeinde Lavant sowie eine luftfahrtrechtliche Bewilligung der Tiroler Landesregierung und das Einverständnis der örtlichen Jägerschaft", erklärte Weingartner. Den Stein für Bewilligungsdiskussionen ins Rollen brachten Bedenken eines Ornithologen. "Wir haben extra technische Maßnahmen zum Schutz der Tiere durchgeführt", so Weingartner. So wurden Seile halbiert, die Anzahl der Lichtpunkte reduziert und Reflektoren montiert. "Außerdem haben wir spezielle Kabel mit UV-absorbierendem Außenmantel verwendet. Diese sind für Vogelaugen besonders gut sichtbar", erklärte Weingartner, der davon überzeugt ist, dass es keine naturschutzrechtliche Genehmigung braucht. Für ihn gilt: "Der Feueradler ist ein Kunstwerk. Ich glaube, dass das Verfahren eingestellt wird, da es sich hier nicht um Werbung handelt." Schützenhilfe erhielt Weingartner von Lavants Bürgermeister Oswald Kuenz.
Kulturell einzigartig. Die Lavanter Mandatare fassten den Beschluss, dass der Feueradler noch bis November in den Dolomiten bleiben darf. Zu besonderen Anlässen soll der Adler auch zum Strahlen gebracht werden. Weingartner und seine Bergkameraden haben 14 Tage Zeit, ihre Stellungnahme bei der Umweltschutzabteilung des Landes Tirols abzugeben.
Features
Kommentar
Adler-Infos
Installationsort. Lavanter Steinkar. In 1700 Meter Seehöhe.
Flügelspannweite. Beträgt 270 Meter.
Lampen. 266 energiesparende LED-Lampen.
Drahtseile. 12 Kilometer.
Arbeitsstunden. 2000.
Finanzierung. 50.000 Euro durch Sponsoren.









