Gedenken an die Kosakentragödie
Die Tragödie an der Drau: Eine Gedenkfeier am Kosakenfriedhof in Lienz-Peggetz erinnert alljährlich an die dramatischen Ereignisse im Juni 1945.

Foto © KasupovicErzbischof Michael donskoff und Erzdiakon Gerog Kobro aus München zelebrierten die Messfeier
Die geforderte Auslieferung der Kosaken nach dem Zweiten Weltkrieg an Russland löste ein Drama aus, das auch in Osttirol seine tiefen Spuren hinterließ. Heute erinnert der Kosakenfriedhof im Lienzer Ortsteil Peggetz und ein Gedenkstein für den General Helmuth von Pannwitz in Tristach an diese Ereignisse, die als so genannte "Tragödie an der Drau" in die Geschichte eingegangen sind. Am Friedhof in der Peggetz liegen in 28 Gräbern etwa 300 Kosaken, die am 1. Juni 1945 tragisch ums Leben gekommen waren. Hunderte Männer sowie Frauen und Kinder zogen es vor, in die eiskalten Fluten der Drau zu springen, sich zu erhängen oder zu erschießen, um so der Auslieferung an die Sowjets und damit dem sicheren Tod zu entgehen.
Gedenkfeier. Aus diesem Grund lädt der "Verein zum Gedenken an die Lienzer Kosakentragödie vom 1. Juni 1945" mit Obmann Michael Rainer, Schriftführerin Brigitte Chalupsky und Kassiererin Erika Pätzold alljährlich zu einer Gedenkfeier ein. Gleichzeitig bekamen Rainer und Pätzold das Ehrenkreuz des Österreichischen Schwarzen Kreuzes verliehen.
Zwei TV-Teams. Angehörige, Soldatenkameradschaften, Einheimische sowie eine Abordnung aus Judenburg nahmen am Pfingstwochenende an der Messfeier, die von Michael Donskoff, Bischof von Genf, gemeinsam mit Georg Kobro, Erzdiakon aus München, zelebriert wurde, teil. Auch zwei Fernsehteams scheuten den langen Weg nach Osttirol nicht und kamen extra aus Russland sowie aus Italien angereist. Aber auch Jörg Metelmann von der Forschungsstelle "Center for Leadership and Values in Society", war mit seinem Team mit dabei.














