Tiwag hat noch kein Projekt für Matrei
Ausleitungskraftwerk Tauernbach ist in vieler Munde. Derzeit gibt es nur Vorstudie. Heftiger Widerstand gegen Projekt wird nicht befürchtet.

Foto © RuggenthalerStrom aus dem Tauernbach
Wenig ist übrig geblieben, von den geplanten Großkraftwerken der Tiwag aus der Van-Staa-Ära. Sellrain-Silz dürfte im Restwasser-Debakel vertrocknen. Im Kaunertal schiebt der Naturpark einen Riegel vor. Malfon ist noch ein Thema, Raneburg keines mehr.
Matrei bleibt im Gespräch. Als Kraftwerks-Standort bleibt Matrei aber im Gespräch. Wie im Feber berichtet, soll ein Ausleitungskraftwerk am Tauernbach an die Stelle des von der Bevölkerung verhinderten Pumpspeicher-Monsters rücken. Für das Laufkraftwerk versprach Tiwag-Chef Bruno Wallnöfer im Februar eine Projektpräsentation für das Frühjahr 2009.
Vorstellung nicht in Sicht. Das Frühjahr ist fast zu Ende, eine Vorstellung aber nicht in Sicht. Wo sie bleibt und wie Details zum Projekt Tauernbach aussehen - darauf gab es in den vergangenen Tagen seitens der Tiwag keine Antworten. Wallnöfer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Neueres zum Kraftwerk weiß aber Matreis Bürgermeister Andreas Köll.
Nur Vorstudie, kein Projekt. Er behauptet, dass es bei der Tiwag noch kein fertiges Projekt, nur eine Vorstudie, gibt. Köll macht aus bisher nicht bekannten Zahlen aber kein Geheimnis: "Die geplante Ausbauleistung liegt bei 55,5 Megawatt. Die Wasserfassung soll rund 400 Meter talauswärts der Schildalmen erfolgen und das Wasser mittels zehn Kilometer langer Druckrohrleitung bis zum Krafthaus, das in Prossegg entstehen soll, transportiert." Als geschätzte Investitionskosten nennt Köll 110 bis 120 Millionen Euro. Heftigen Widerstand gegen das Projekt, das frühestens 2013 in Bau gehen könnte, befürchtet er nicht. "Ein bestehendes Laufkraftwerk am Tauernbach wird ersetzt. Dazu pochen wir auf einen Talschaftsvertrag, auf Mittel für die Osttirol-Werbung und auf eine attraktivierte Prosseggklamm".
Features
Kommentar
Aus der Vorstudie
Laufkraftwerk mit 55,5 Megawatt, Wasserfassung 400 Meter unterhalb der Schild-almen, 10,6 Kilometer Druckstollen bis Matrei-Prossegg, Fallhöhe 520 Meter.














