FPÖ "sprengte" mit ÖVP "EKZ-Allianz" im Lienzer Gemeinderat
Knappe Abstimmung: Bei Umwidmungen für Super- und Handelsmarkt "sprengte" FPÖ mit der ÖVP die "EKZ-Allianz" im Lienzer Gemeinderat.

Foto © Hatz
Das Areal des ehemaligen Bauhofes der Lienzer Firma Sapinski drohte an der Zettersfeldkreuzung immer mehr zu verlottern. Die Tiroler Handelskette "M-Preis" kaufte vor zwei Jahren das Grundstück mit der baufälligen Villa und plant einen 800 Quadratmeter großen Supermarkt zu errichten.
Änderung. Dafür musste der Lienzer Gemeinderat Mittwochabend den Flächenwidmungsplan ändern. Für Bürgermeister Johannes Hibler (ÖVP) eine Möglichkeit, der Stadt an der "Osteinfahrt ein modernes Gesicht zu verleihen". Da die Bauwerber auch Grund abtreten, eine ideale Gelegenheit, die problematische Verkehrssituation an der Zettersfeldkreuzung zu lösen. Dem konnte Gemeinderat Josef Blasisker (FPÖ) einiges abgewinnen: "Momentan schaut's dort nach nichts gleich, der Betrieb ist in Tiroler Hand und hat auch immer etwas für die Landwirtschaft übrig." Da war Vizebürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ) anderer Meinung und verlangte einen sofortigen Stopp der Widmungen in Ost-Lienz. "Wir sollten aufhören, Flächen außerhalb des Zentrums zu widmen."
Kritik. Die fünf Mandatare der LSL und Grünen argumentierten in ihrer Ablehnung, dass es keine Boden sparende Verbauung gäbe und alles der Raumordnung widerspreche. Mit den elf Stimmen der ÖVP und FPÖ wurde die Flächenwidmung beschlossen. SPÖ, LSL und Grüne (zusammen zehn Stimmen) hielten an der "EKZ-Allianz" fest. Diese hatte, sowie bei der zweiten Änderung des Flächenwidmungsplans, der ehemaligen Kfz-Werkstatt des Fernmeldezentrums in ein Handelszentrum, das Nachsehen. Dort hat sich ein Matreier Sporthändler niedergelassen. Er will rasch zwölf Mitarbeiter beschäftigen.














