Bank bleibt Fall für Justiz
Kampf einer Matreier Familie um ihre Reihenhausanlage geht in die nächste Runde. Staatsanwaltschaft führt Ermittlungen gegen Banker fort.

Foto © RuggenthalerDie Finanzierung dieser Reihenhausanlage in Matrei beschäftigt die Justiz
Neues gibt es von der Front um das "Wohnbau-Trauma" einer Matreier Familie: Das Oberlandesgericht Innsbruck teilte vor wenigen Tagen mit, dass strafrechtliche Ermittlungen gegen Angestellte einer heimischen Bank und gegen eine Baufirma fortgesetzt werden.
Hintergrund. Zum Hintergrund: Eine fünfköpfige Familie in Matrei baute nach einem Wohnungsbrand eine kleine Reihenhausanlage und schlitterte ins finanzielle Dilemma. Die Familie fühlte sich von der Bank ihres Vertrauens über den Tisch gezogen. Peter Bibiza, der Anwalt der Familie, erstattete gegen das Team der Bank Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck - wegen Verdachts auf Betrug, Veruntreuung und Untreue.
Nähere Untersuchungen. Ende Juni 2008 kam dann die enttäuschende Nachricht: Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hatte das Ermittlungsverfahren gegen die Banker eingestellt. "Es gibt keinen tatsächlichen Grund zur weiteren Verfolgung", argumentierte Wilfried Siegele von der Staatsanwaltschaft. Das ließen die Familie und ihr Anwalt so nicht stehen. "Im Juli stellte ich den Antrag auf Fortführung des Ermittlungsverfahrens", sagt Bibiza. Er hatte Erfolg. Das Oberlandesgericht hat dem Antrag stattgegeben und der Staatsanwaltschaft Innsbruck die Anordnung auf Fortführung der Ermittlungen aufgetragen. Tiefer untersucht werden unter anderem ein möglicher Vermögensnachteil der Familie wegen Missbrauch von Befugnissen und Verdacht auf Schwarzgeldzahlungen.














