Auf Spuren der Römer zu neuen Ideen
Hobbyarchäologe Dietmar Simoner lässt erneut aufhorchen: Laut ihm könnte Aguntum eine "Sommerresidenz der Römer" gewesen sein.

Foto © Pranter-KreuzerDer pensionierte Bautechniker Dietmar Simoner aus Irschen beschäftigt sich eingehend mit der römischen Geschichte und um Aguntum
Die Geschichte der Römer hat es Dietmar Simoner aus Irschen angetan. Seit Jahren beschäftigt sich der pensionierte Bautechniker mit der Historie, insbesondere mit der Straßenforschung rund um die "Via Iulia Augusta". Bereits vor zwei Jahren ließ er mit seiner Erkenntnis, die Reichsstraße "Via Iulia Augusta" war mehr als nur eine Abkürzung, aufhorchen. Jetzt kann der engagierte Hobbyarchäologe mit einer neuen interessanten Beobachtung aufwarten.
Anschluss. Nach seinen Forschungen und Erkenntnissen vermutet der Oberkärntner nämlich, dass die Römerstadt Aguntum als alpine Sommerresidenz der römischen Machthaber gedient haben könnte. "Der Charakter dieser Römerstadt mit den neuerdings umliegend gemachten Funden und Anlagen, konnte eigentlich bis heute nicht wirklich festgemacht werden. Vielleicht sollte man diese Stadt aus ihrer geographischen Lage und den guten Straßenanschluss über die Via Iulia Augusta nach Italien, zu sehen versuchen", erklärt Simoner.
Atriumhaus erklärbar. Über die "Via Iulia Augusta" wäre die Sommerresidenz beispielsweise von Aquileia aus schnell erreichbar gewesen. Auch die Besonderheiten, das "Atriumhaus" als Nobelunterkunft und der Feinkostladen, das "Macellum" wären für Simoner so gut erklärbar. Ein weiteres Indiz ist für den Hobbyarchäologen die Stadtmauer als Repräsentativbau. "Auch der Standort der Bronzestatue, welche sich im Atriumhaus und nicht im Freien befindet, spricht für eine Residenz", ist Simoner von seiner These überzeugt, der die wissenschaftliche Forschung zu einer dahingehenden Betrachtung führen will. Zum Atriumhaus läuft derzeit ein Forschungsprojekt an der Universität Innsbruck.
Features
Infos zu Aguntum
Grabungen: In den Sommermonaten Juli und August werden die Grabungen in Aguntum fortgeführt.
Schwerpunkte: Liegen heuer in der weiteren Sanierung des "Macellums", der Freilegung der alten Hauptstraße sowie im Bereich der römischen Basilika.















