Stahlbaufirma schaltet Frühwarnsystem ein
59 Mitarbeiter sind bei Wito in Lienz beschäftigt, ein Drittel davon wurde beim AMS als "reine Vorsichtsmaßnahme" zur Kündigung angemeldet.

Foto © kk/Firma Wito
Die internationale Wirtschaftskrise erfasst - zeitversetzt - Osttiroler Betriebe. Als Erste ist die Lienzer Stahlbaufirma Wito betroffen.
Vorsicht. Die sonst vollen Auftragsbücher sind im Februar 2009 zwar nicht leerer als sonst, aber die generelle wirtschaftliche Situation lässt in der Branche Vorsicht walten. Deshalb wurde das Frühwarnsystem beim Arbeitsmarktservice (AMS) Lienz aktiviert und 20 der 59 Mitarbeiter ab März zur Kündigung angemeldet. Diese Vorgangsweise bestätigt Klaus Lechner, Assistent der Wito-Geschäftsleitung der Kleinen Zeitung: "Unsere Lage ist nicht dramatisch, aber wir wollen nichts schönreden." Das Unternehmen hätte daher das Frühwarnsystem als "reine Vorsichtsmaßnahme" in Anspruch genommen. Lechner: "Wie sich die wirtschaftliche Situation entwickelt, hängt nicht alleine von uns ab."
Abwarten bei Projekten. Diese könnte das traditionelle Osttiroler Unternehmen, das Teil der Raffl-Gruppe mit Sitz in Matrei am Brenner ist und sich auf Brücken- und Liftbauten konzentriert, nicht beeinflussen. Lechner: "Unser Markt befindet sich in Mitteleuropa und derzeit heißt es dort mit Projekten abwarten."
Nichts Außergewöhnliches. Für Otmar Frena, AMS-Leiter in Lienz, stellt die momentane Situation bei Wito nichts Außergewöhnliches dar. "Schon in der Vergangenheit hat es in diesem Unternehmen immer wieder solchen frühen Alarm gegeben." Ein Betrieb mit mehr als 20 und weniger als 100 Mitarbeitern sei verpflichtet, bei einer geplanten Kündigung von mehr als fünf Mitarbeitern das Frühwarnsystem einzuschalten. Frena: "Der Arbeitsmarkt ist derzeit in Osttirol aber gut." Besonders die Bau- und Tourismusbranche hätte einen hohen Beschäftigungsstand.
Features
FIRMEN- GESCHICHTE
Gründung. Gegründet 1947 als Dolomitenwerk Lienz
Sitz. Bürgeraustraße 25
Jahresumsatz. Letzter gespeicherter
Jahresumsatz 7,53 Millionen Euro
Geschäftsführer. Erich Raffl
Gesellschafter. Werner Stiebellehner
Beteiligung. Unter anderem an den Obertilliacher Bergbahnen














