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Zuletzt aktualisiert: 19.02.2009 um 20:21 UhrKommentare

Lienzer Schüler lernen Leben retten

Bezirkskrankenhaus Lienz startete Reanimationsprojekt. 750 Osttiroler Schüler nehmen teil. Lienzer Gymnasium machte den Anfang.

Schüler des Lienzer Gymnasiums gingen als erste an das Projekt

Foto © KasupovicSchüler des Lienzer Gymnasiums gingen als erste an das Projekt

Leben retten - just do it" unter diesem Motto startete das Lienzer Bezirkskrankenhaus unter der Leitung von Primar Peter Lechleitner in Kooperation mit dem Jugend-Rotkreuz sowie dem Roten Kreuz Österreich ein Reanimationsprojekt auf Osttirols Schulen.

Eingeladen wurden alle Gymnasial- und Hauptschulklassen der dritten Stufe. Das reges Interesse an diesem einzigartigen Projekt besteht, bestätigt die Teilnehmerzahl: Insgesamt meldeten sich 33 Schulklassen Osttirol weit an. Genauer gesagt: 750 Schüler. Darunter auch das Bundesgymnasium und und Bundesoberstufenrealgymnasium (BRG) in Lienz.

Vorbild für andere Schulen. "Mit diesem Projekt wollen wir den Erfolg bei Wiederbelebungen steigern und ein Vorbild für andere Schulen und Regionen sein", betont die Direktorin des BRG, Ursula Strobl. Die Gymnasiasten von insgesamt sechs Klassen durften schon in den vergangenen drei Tagen einmal in die Rolle des "Retters" schlüpfen.

Schüler zeigten Interesse. In einer Theorie- und zwei Praxisstunden, unter der Leitung von Internist Alfred Senfter und Anton Theurl von der internen Abteilung, konnten die Jugendlichen zwischen 13 und 14 Jahren die neuen Wiederbelebungsmaßnahmen und den Umgang mit semiautomatischen Wiederbelebungsgeräten, so genannte Defibrillatoren, lernen. Auch die Professoren Martin Wieser und Michael Kurzthaler freuten sich über das große Interesse der "Kids" am Reanimationstraining. "Die Schüler waren mit großem Engagement bei der Sache", berichtet die Schulleiterin. Da die meisten Wiederbelebungen zu Hause, am Arbeitsplatz oder bei Ansammlung großer Menschenmengen stattfinden, sind die Jugendlichen nun für eine solche Situation gerüstet. "Ziel dieses Projektes ist, den Wiederbelebungserfolg zu verdoppeln", sagt Lechleitner, der derzeit zwischen drei und sechs Prozent liegt.

MERSIHA KASUPOVIC

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