Auto-Diebe rammt mit Beute ganzes Werkstättentor
Spektakulärer Coup in Autohaus in Villach. In Lienz räumten Einbrecher Reifenfirma leer.
Das Dutzend ist voll. Sonntag Abend haben Mitglieder einer Profibande zum zwölfen Mal binnen zwei Jahren in einer Kärntner Autowerkstätte zugeschlagene, um zur Reparatur abgestellte Autos der gehobenen Mittelklasse zu stehlen.
Einbruch in Autohaus. Um 20.40 Uhr ging die hochmoderne Alarmanlage eines Autohauses in Villach-Auen los. Zwei bis drei Männer waren in die Werkstätte der Firma, die nur rund einen Kilometer vom Autobahnzubringer Warmbad entfernt liegt, eingedrungen. Ihr Ziel. Der Diebstahl eines BMW X5 im Wert von rund 60.000 Euro. "Die Alarmanlage dürfte die Männer in Panik versetzt haben", versucht Geschäftsführer Johannes Stieg das zu deuten, was sich in den nächsten zwei Minuten abspielte. Anstatt das fünf Meter breite und über 2,50 Meter hohe Einfahrtstor zu öffnen, setzte sich einer der Täter hinter das Steuer eines Audi 6 (Wert rund 17.000 Euro) und raste im Retourgang ins Freie. Das Tor wurde schwer beschädigt.
Ohne Beute geflüchtet. Nach dem "Rammbock auf vier Rädern" war der BMW dran. Mit ihm rissen die Einbrecher noch weitere Torteile aus der Verankerung, rasten durch zwei, zuvor sorgfältig aufgeschnittene Zäune und bleiben schließlich auf einem Feld im Schnee stecken. "Da haben die Täter noch versucht, das Fahrzeug auszuschaufeln", berichtet Ermittler Peter Biedermann vom Landeskriminalamt. Als alle Versuche fehl schlugen, den SUV flott zu bekommen, flüchteten die Autodiebe ohne Beute vermutlich in einem Fahrzeug, welches von Komplizen gelenkt wurde. Zurück ließen sie die beiden Autos und einen Sachschaden von gut 50.000 Euro. "Die Fahrzeuge sollten vermutlich wie in ähnlich gelagerten Fällen sofort nach Slowenien gebracht werden", so Biedermann.
Einbruch in Reifenfirma. In Lienz suchten Einbrecher eine Reifenfirma heim. Sie stahlene mindestens 200 Reifen, viele bereits fertig auf Felgen montiert. Verladen wurde die Beute gleich auf einen Frimen-Lkw, der in der Werkstätte mit angestecktem Schlüssel abgestellt war. Zusammenhänge zwischen den beiden Einbrüchen schließen Kriminalisten nicht aus.














