Wappen

Aushängeschild einer Gemeinde

Nach der Fusion sind auch neue Wappen ein Thema. Kainach stellte Antrag auf ein neues Wappen. Während manche Gemeinden ihre alten beibehalten, führen andere noch Gespräche über neue. Von Karl Mayer

  Bürgermeister Viktor Schriebl mit dem neuen Wappen der fusionierten Gemeinde Kainach bei Voitsberg
Bürgermeister Viktor Schriebl mit dem neuen Wappen der fusionierten Gemeinde Kainach bei Voitsberg © Karl Mayer
 

Ein wichtiges Erscheinungsbild nach außen sind für die Gemeinden ihre Wappen. Ob auf Briefpapier, im Gemeindesiegel oder auch als verliehene Auszeichnung für Vereine, Institutionen und Firmen. Mit der Gemeindestrukturreform verloren die bereits verliehenen Wappen ihre Gültigkeit als offizielles Kennzeichen. Um ein neues zu erhalten oder das bisherige weiterführen zu dürfen, mussten bzw. müssen die nunmehr acht betroffenen Fusionsgemeinden um ein neues Wappen ansuchen.

Ihre Wappen dürfen nach Beschluss der Landesregierung die Gemeinden Edelschrott, Köflach und mit ganz leichten heraldischen Abänderungen Bärnbach weiterführen. Die bisherigen Wappen der eingemeindeten Kommunen Modriach, Graden und Piberegg können als sogenannte „Ortsteilwappen“ weiter verwendet werden. „Dazu ist es notwendig, dass der jeweilige Gemeinderat dieses Gebiet als eigenen ,Ortsteil‘ deklariert“, erklärt Gernot Peter Obersteiner, der im Steiermärkischen Landesarchiv für Heraldik zuständig ist. Wichtig ist außerdem, dass „die Ortsteilwappen im Gegensatz zu den halbrunden Schilden der Gemeindewappen in viereckiger Form geführt werden müssen.“

Ein Ansuchen

Als bisher einzige Gemeinde im Bezirk hat Kainach bei Voitsberg um ein neues Wappen angesucht, welches nun bewilligt wurde. Beschrieben wird es wie folgt: „Rot/Silber sind die Farben der Adelsfamilie Kainach (heute Freiherrn von Khaynach). Der silberne Schrägwellenbalken steht für das Heilige Wasser und den Fluss Kainach. Die silberne Kirche symbolisiert die dem Heiligen Georg geweihte Pfarrkirche. Das Gezähe steht für den seit der Römerzeit bekannten Marmorabbau und für den mittelalterlichen Sandsteinabbau (Sunfixlhöhle).“

Dieses Emblem wurde vom verstorbenen Alt-Dechant Engelbert Buc, dem Historiker Ernst Lasnik und Kainachs Bürgermeister Viktor Schriebl erarbeitet. „Ich meine, es ist ein Wappen, in dem sich jeder Ortsteil, jeder Bewohner wiederfindet“, sagt Schriebl. Vereine und Institutionen können um eine Verleihung des Wappens bei der Gemeinde ansuchen. Ortsteilwappen für die eingemeindeten Kommunen Gallmannsegg und Kohlschwarz sind nicht vorgesehen. „Wir sind mit unseren Gemeinderäten in allen Ortsteilen gut aufgestellt.“

Die alten Wappen von Maria Lankowitz vor der Fusion
Die alten Wappen von Maria Lankowitz vor der Fusion Foto © Karl Mayer

Mehrere Entwürfe

„Mit den Gemeinden Geistthal-Södingberg, Hirschegg-Pack und Maria Lankowitz laufen Gespräche, es gibt Entwürfe für die neuen Wappen, allerdings noch keine Beschlüsse“, berichtet Obersteiner. Sowohl Bürgermeister Johann Hiden (Geistthal-Södingberg) als auch sein Amtskollege Gottfried Preßler (Hirschegg-Pack) erklären, dass man sich über die neuen Wappen im Gemeinderat noch nicht einig sei, es derzeit auch eine Reihe anderer wichtiger Projekte zu bewältigen gebe. „Wir in Maria Lankowitz würden gerne unser altes, historisches Wappen weiterführen“, sagt Amtsleiter Karl Petinger. Ist es doch das älteste im Bezirk und wurde bereits am 15. März 1900 vom K.-u.-K.-Ministerium des Inneren bewilligt.

Zeit lassen mit einem neuen Wappen will man sich in Söding-St. Johann. Bürgermeister Erwin Dirnberger: „Die Eröffnung des neuen Gemeindeamtes im kommenden Jahr wäre der passende Zeitpunkt.“

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