Voitsberg

Gastronom initiiert Begegnungszone

Freiluftkino, Kinderspielplatz und mehr: Damit will Marco Urbano den Voitsberger Hauptplatz beleben. Und wird damit wohl dem Wunsch vieler Bewohner der Bezirkshauptstadt gerecht. Von Katharina Pillmayr

Marco Urbano vor seinem Restaurant
Marco Urbano vor seinem Restaurant © Katharina Pillmayr
 

"Ich habe von vielen Menschen gehört, wie schön der Hauptplatz früher war. Jetzt ist alles tot. Ich will wieder Leben reinbringen", sagt Marco Urbano. Wenn man den Geschäftsführer des im Oktober eröffneten italienischen Restaurants "La Corte" auf dem Voitsberger Hauptplatz fragt, wie er sich das vorstellt, sprudelt es nur so aus ihm heraus: "Ich plane ein Freiluftkino mit großer Leinwand beim Zebrastreifen. Gespielt werden sollen Adriano Celentano-, Don Camillo- und Sophia Loren-Filme. Für Kinder soll es einen Kinderspielplatz und ein Ringelspiel geben. Und ich möchte folkloristische Abende organisieren mit meiner Heimatstadt Vieste als Partner."

Ideen hat der 31-Jährige, der auch Geschäftsführer des Grazer Restaurants "Don Camillo" war, genug. Umsetzen will er sie in einer Begegnungszone zwischen dem Zebrastreifen (Höhe Glas Diener) und der Sterngasse. Sein Traum wäre, dass "der Hauptplatz in zwei bis drei Jahren wie ein kleiner Franziskanerplatz" ist. Auf dem bei Grazern beliebten Platz nahe der Mur können Sonnenhungrige ihren Kaffee auf Terrassen und in Gastgärten genießen, während Kinder ihre Runden im Karussell drehen und Einheimische wie Touristen in den schmalen Gassen flanieren.

Nachdem Urbano der Gemeinde die Idee präsentiert hatte, gab diese nun ihr Einverständnis und genehmigte die Begegnungszone bis 31. Oktober dieses Jahres. Starten will der ambitionierte Wirt mit dem Pilotprojekt Ende Mai. Auch die Anrainer sind einverstanden: "Ich sehe das als Chance, die Innenstadt zu beleben. Und wenn es jemanden gibt, der die Initiative ergreift und das vorfinanziert, muss man das unbedingt nutzen", betont Christian Gmoser von der gleichnamigen Trafik. In Kooperation mit den Nachbarbetrieben könnte sich Urbano Aktionen wie Schaukochen vorstellen.

Die für die Begegnungszone vorgesehene Fläche hat Urbano selbst angemietet: "Wenn man nichts gibt, bekommt man auch nichts zurück", steht für ihn fest. Mit der Initiative will sich Urbano auch bei den Voitsbergern "für ihr Vertrauen bedanken".

Kommentare (3)

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EinMensch
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Gute Idee

Hallo erstmal!
Auch ich finde diese Begegnungszone eine super Idee.
Denn der Voitsberger Hauptplatz ist schon lange nicht mehr der Nahversorger für die Stadt. Das zeigt uns auch der einzige Lebensmittelmarkt im Zentrum, der nun auch dem Hauptplatz den Rücken kehrt. Aber jeder Mensch braucht mehr oder weniger die Begegnung mit anderen Menschen. Denn wo Begegnung ist, ist auch Leben. Dieser Wirt hat jetzt eine Chance bewilligt bekommen, die viele Andere zuvor leider nicht bekamen.
Alles Gute für diese Zone
EinMensch

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timon2102
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Tolle Idee!!

Ich bin begeistert von dieser Idee dieses Wirtes, und sein Mut gehört belohnt.
Ich und meine Familie werden ihn dabei unterstützen, indem wir von nun an öfters nach Voitsberg fahren werden.
Übrigens, das EIS dort ist eine reine Gaumenfreude.

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Teere
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Hallo

Also ich finde das So super und Eine der besten Ideen was es je im Bezirk gab! Ein Lob auf diesen Wirt

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